Saftfasten: Die 10 besten Tipps

Saftkuren sind im Trend. Damit sie gelingen, sollten Sie ein paar Regeln beachten.

Immer mehr Menschen verabschieden sich für einige Tage von Messer und Gabel. Drogistin und Ernährungsberaterin Karin Widmer: «Vor allem Saftkuren sind immer wieder Trend.» Die Idee des Saftfastens: Auf feste Nahrung verzichten, dafür viel Flüssiges zu sich nehmen. Widmer empfiehlt in der Regel, 4 Deziliter Gemüsesaft, 2 Deziliter Fruchtsaft, 5 Deziliter Entschlackungstee und 2 Liter Wasser pro Tag zu trinken.

Fasten ist gesund

«Richtig durchgeführt, sind Saftkuren sehr gesund», sagt Widmer. «Der Mensch kann während des Fastens herunterfahren, seine Ernährungsgewohnheiten und Lebensweise überdenken und wenn nötig anpassen.» Zudem läuft beim Fasten der Stoffwechsel auf Sparflamme und Abfallstoffe werden aus dem Körper geschafft. Damit die Saftkur ideal verläuft, empfiehlt Widmer, sich an ein paar Regeln zu halten.

Widmers Tipps

1. Verwenden Sie für die Saftkur stets frische Produkte. Gemüse und Früchte sollten Sie vielfältig auswählen, damit der Körper möglichst viele verschiedene Vitalstoffe erhält. In der Drogerie gibt es bereits zubereitete Säfte.

2. Wer länger als fünf Tage fasten möchte, sollte dies in Begleitung einer Fachperson tun. Zum Beispiel in einer Klinik oder in einer Fastenwoche unter Aufsicht.

3. Eine Saftkur ist keine Diät. Zwar verlieren die meisten in dieser Zeit an Gewicht, aber nicht Fettdepots werden abgebaut, sondern Stoffwechselabfallprodukte und Wasser.

4. Klären Sie vor dem Fasten Ihre Motivation, denn über längere Zeit auf feste Nahrung zu verzichten, ist streng. Wenn Sie wissen, wofür Sie dies tun, überstehen Sie die Kur besser.

5. Bereiten Sie sich auf eine Saftkur vor, indem Sie etwa sechs Tage davor den Kaffee- und Zuckerkonsum allmählich reduzieren. So beugen Sie Entzugserscheinungen wie Kopf- oder Gelenkschmerzen vor.

6. Wer das Hungergefühl nicht aushält, kann 2 bis 3 Esslöffel gekochten Reis essen. Eine mögliche Alternative zur Saftkur ist die entgiftende basische Stoffwechselkur. Hier ist Essen erlaubt.

7. Nicht fasten sollten Menschen, die krank sind oder viel Stress haben. Auch Kindern, gebrechlichen alten Menschen und Schwangeren rät Widmer vom Nahrungsverzicht ab.

8. Wer nicht isst, friert schneller. Daher eignen sich der Frühling und Sommer besser zum Fasten. Weiter ist es für viele angenehmer, währenddessen nicht zu arbeiten. So können Sie sich entspannen und innehalten.

9. Eine mehrtägige Kur ist nicht der einzige Weg, zu entgiften. Sie können auch regelmässig einen Tag pro Woche fasten.

10. Wenn Sie Kreislaufprobleme, also Schwindel, verspüren und eventuell zu zittern beginnen, sollten Sie unbedingt wieder essen.

Gut für Leber, Nieren und Co.

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Autorin und Redaktion: Vanessa Naef
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber
Quellen
  • Drogistin und Ernährungsberaterin Karin Widmer