Schluss mit Halsschmerzen

Halsschmerzen können viele Ursachen haben. Zum Beispiel Singen oder Schreien kann zu Halsweh führen, aber auch Rauch oder trockene Luft. Drogist Patrick Buchs: «Der häufigste Auslöser ist allerdings eine harmlose Erkältung. Oft sind Halsschmerzen der Auftakt zu Schnupfen und Husten

Symptome

Halsschmerzen sind sehr unangenehm. Es kratzt oder brennt im Hals sowie Schlucken und Sprechen fallen schwer. Oft klingt die Stimme auch heiser oder rau. Zudem schwellen manchmal die Lymphknoten am Hals und im Gaumenbereich an.

Wann zum Arzt?

Haben Sie deswegen Schluckstörungen oder Atemnot, sollten Sie unbedingt zum Arzt. Das gleiche gilt, wenn die Halsschmerzen innert einer Woche nicht abklingen oder wenn Fieber auftritt. Wer einen viralen Infekt wie eine Erkältung durchmacht, ist ausserdem empfänglich für sekundäre, bakterielle Infektionen wie eine Angina. Typische Merkmale dafür sind:

  • heftige Schluckbeschwerden

  • Fieber

  • vergrösserte und eitrige Mandeln mit weissen bis gelblichen, streifenartigen oder punktförmigen Belägen

  • geschwollene Halslymphknoten, die bei Druck schmerzen

  • Mundgeruch

Wer vermutet, eine Angina zu haben, sollte zum Arzt. Oft verschreiben Ärzte bei diesem Infekt Antibiotika.

Halsschmerzen behandeln

Bei erkältungsbedingten Halsschmerzen können Sie selber viel tun. «Am besten gehen Betroffene in eine Drogerie und lassen sich beraten», sagt Buchs. «Drogistinnen und Drogisten helfen, die auf die Symptome und Ursache abgestimmten Mittel zu finden.» Für die Behandlung eignen sich in der Regel Sprays, Lutschtabletten, Gurgellösungen, Tees und Tropfen. Wer genauer wissen möchte, was bei Halsweh alles hilft, erfährt hier mehr:

Die besten Behandlungstipps
  • Gute Erfahrungen macht Drogist Buchs mit Spagyrik-Sprays. «Bei diesem Heilverfahren sind verschiedene Pflanzenessenzen im Einsatz, die individuell auf die Symptome abgestimmt sind.» Oft besteht die Mischung aus Arnika (entzündungshemmend und Stimmbänder stärkend), Belladonna (entzündungshemmend und fiebersenkend), Propolis (antibakteriell) und Salbei (entzündungshemmend). «Sinnvoll ist es, den Spray mit dem Johannisbeerknospenmazerat zu kombinieren. Dieses wirkt ebenfalls entzündungshemmend und befeuchtet obendrein den Rachenbereich», sagt Buchs.

  • Lutschtabletten mit beispielsweise Isländisch Moos befeuchten die Schleimhäute. Buchs: «Wer allerdings Schluckbeschwerden hat, sollte zu chemischen Lutschtabletten greifen, die ein örtlich wirksames Schmerzmittel enthalten. Zusätzlich rate ich zu befeuchtenden Glyzerinpastillen».

  • Bei Halsschmerzen sollten Sie gurgeln – und zwar mit lauwarmem Salbei-, Kamillen- oder Malventee. «Das desinfiziert den Mund- und Rachenraum und ist gut für die Schleimhaut», sagt Buchs.

  • Inhalieren Sie mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Thymian oder speziellen, in der Drogerie erhältlichen Lösungen. Das öffnet die Atemwege und befeuchtet den Hals- und Rachenraum.

  • Wohltuend bei Halsweh sind diverse Erkältungssalben oder zum Beispiel Kartoffel- oder Zwiebel-Wickel. Mehr darüber erfahren Sie hier. In der Drogerie finden Sie auch fixfertige Wickel-Pasten.

  • Ein Bad in 37 Grad warmem Wasser und mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Anis, Thymian und Kamillenblüten wirken gegen eine Erkältung und entspannen.

  • Die Schüssler-Salz-Nummer 8 (Natrium chloratum) befeuchtet die Schleimhäute und wirkt gegen Heiserkeit. Die Nummer 3 (Ferrum phosphoricum) hilft bei Halsentzündungen.

  • Wer Halsschmerzen hat, sollte mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüssten Tee pro Tag trinken. Das hält die Schleimhäute feucht. Salbei- oder Ingwertee oder eine Teemischung aus Eibisch, Malve, Schachtelhalmkraut und Süssholzwurzel lindert ausserdem das Kratzen und Brennen im Hals. Auch heisser Holunderblütensirup oder Milch mit Honig tun gut.

Halsschmerzen vorbeugen

Erkältungen und Halsweh können Sie vorbeugen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Autorinnen: Katharina Rederer / Julia Burgener / Vanessa Naef
Redaktion: Katharina Rederer / Vanessa Naef
Quellen
  • Dr. phil. nat. Anita Finger Weber, Leiterin Wissenschaftliche Fachstelle (WIF) des Schweizerischen Drogistenverbandes

  • Drogist Patrick Buchs