Echinacea stärkt die Abwehr

Echinacea, auch Sonnenhut genannt, unterstützt das Immunsystem. Dadurch kann die Pflanze vor Grippe und Erkältungen schützen.

– Der einem Igel ähnliche Blütenboden der Echinaceapflanze (auch Sonnenhut genannt) ist wie zur Abwehr bereit mit Stacheln besetzt. Und genau dafür ist die Heilpflanze bestens geeignet. Schon die amerikanischen Ureinwohner verwendeten sie vorbeugend gegen Krankheiten. Ausserdem setzten sie Echinacea zur Wundheilung ein, denn sie half optimal bei den Verletzungen, die sich die Männer auf der Jagd zuzogen. Dazu haben sie die Blüte zerdrückt und den Saft über die Wunde geträufelt. Das verhinderte Entzündungen und die Verletzungen konnten gut abheilen.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Echinacea erhöht die Phagozytoseaktivität der Abwehrkörper, so können die Fresszellen im Blut vermehrt krank machende Keime zerstören. Das beugt allerlei Infekten vor. Echinacea gibt es in verschiedenen Formen, seht beliebt sind Tropfen oder Lutschtabletten. Solche standardisierten Fertigpräparate enthalten oft die Wirkstoffe aus Blüten und Wurzeln. Teemischungen eignen sich nur, wenn sie aus frischen Blüten bestehen, und selbst dann variiert der Wirkstoffgehalt für ein optimales Ergebnis zu stark.

Wichtig ist, dass Sie das Produkt phasenweise einsetzen. Am besten nehmen Sie es unter der Woche ein und lassen das Wochenende aus. Das verhindert, dass Ihr Immunsystem träge wird, denn in den Pausen muss es die Arbeit des Sonnenhutes übernehmen. Ausserdem ist der Körper auf diese Weise nach dem Absetzen des Echinacea-Produkts nicht überfordert, sondern kann seine Arbeit bestmöglich verrichten.

Wissenschaftliche Unstimmigkeiten

Die medizinische Wirkung der Echinacea ist umstritten. Studien aus aller Welt kommen immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen. Erfahrungen sowie Rückmeldungen zeigen jedoch positive Resultate. Bei Kleinkindern sollten Sie Echinacea vorsichtig einsetzen, denn es ist wichtig, dass sie ihr eigenes Immunsystem aufbauen. Das geht nur, wenn sie gewisse Krankheiten durchgestanden haben. Menschen mit Tuberkulose, multipler Sklerose, HIV-Infektionen und anderen Autoimmunerkrankungen sollten auf andere Präparate ausweichen. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.

Foto: © Constanze Matthes / pixelio.de
Autorin: Nicole Blatter
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
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