Thymian tötet Keime

Als Küchenkraut ist Thymian den meisten bekannt. Aber wussten Sie, dass er auch als Heilpflanze stark ist? Thymian hilft zum Beispiel gegen Erkältungen und er fördert die Durchblutung.

Der Name Thymian kommt vom griechischen Wort «thymos», was so viel wie Mut und Kraft bedeutet. Und so wurde das Kraut auch eingesetzt: Krieger im antiken Italien badeten ihre geschundenen Körper in einem Kräuterbad mit Thymian, schottischen Helden verhalf Thymiantee zu mehr Mut und Kraft, die mittelalterlichen Damen stickten getrocknetes Thymiankraut in die Kleider der Ritter, um sie zu schützen. Und im alten Ägypten war es eine Ehre, mit Thymian einbalsamiert zu werden.

Gegen Erkältungskrankheiten

Thymian tötet Keime ab. Es kommt also nicht von ungefähr, dass er auch «Antibiotikum der armen Leute» genannt wird.

Bekannt ist Thymian vor allem als Hustenmittel, besonders gegen festsitzenden Schleim und verkrampfte Bronchien, da die enthaltenen ätherischen Öle helfen, den zähen Auswurf zu verflüssigen. Ausserdem hemmen sie die Ausbreitung von krank machenden Keimen, was wiederum die Heilung fördert.

Bewährt haben sich zur Behandlung eines erkältungsbedingten Hustens sowohl Tees, Tropfen, Inhalationen und Salben als auch Bäder mit Thymian.

Bei einer Inhalation sollten Sie unbedingt die Dosierung beachten, denn zu viele ätherische Öle können eine Verkrampfung der Bronchien hervorrufen.

Bei Kindern unter einem Jahr sollten Sie vorsichtig sein und mit Salben nicht Brust und Rücken, sondern die Füsse eincremen, sonst drohen krampfartige Atemwegsprobleme.

Vielseitig verwendbar

Dank seiner durchblutungsfördernden Wirkung hilft Thymian bei steifen Gelenken und Muskeln. Er regt an und macht beweglich. Besonders hilfreich ist Bad. Ansonsten können Sie auch punktuell eine Creme verwenden.

Auch bei Verdauungsbeschwerden kann Thymian helfen, hier ist es aber sinnvoll, ihn zu kombinieren. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.

Weniger bekannt ist der Einfluss des Thymians auf die Seele. Das ätherische Öl soll Seelenblockaden lösen und die Gedanken klären.

Einschränkungen beachten

Auch wenn Thymian als Heilpflanze grosse Dienste leistet, sollten Sie einige Punkte beachten. Besonders der Umgang mit ätherischem Öl erfordert Fingerspitzengefühl. Ein paar Tropfen in der Duftlampe genügen, mehr kann die Atemwege schnell reizen. Bei Kleinkindern sollten Sie das Öl auf keinen Fall auf das Gesicht streichen, das kann zu krampfartigen Atembeschwerden führen. Ausserdem können ätherische Öle in zu hoher Konzentration die Haut reizen.

Auch als Badezusatz ist bei ätherischen Ölen Vorsicht geboten. Nicht nur wegen der Haut. Auch Personen mit erhöhtem Blutdruck sollten lieber verzichten. Sie sollten auch kein Bad mit ätherischen Ölen nehmen, wenn Ihre Erkältung von Fieber begleitet ist. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Drogisten/Ihre Drogistin.

Autorin: Nicole Blatter
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»