Die menschliche Denkzentrale

Das Gehirn verarbeitet Sinneseindrücke und Informationen. Mit dem Gehirn denkt und fühlt der Mensch, hier liegen die Wurzeln seiner Intelligenz und Konzentrationsfähigkeit.

Von aussen ähnelt das Gehirn einer überdimensionalen Walnuss. Es besteht im Wesentlichen aus vier Abschnitten, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen:

  • Das Grosshirn kontrolliert Bewegungen und verarbeitet Sinneseindrücke. Hier entstehen bewusste und unbewusste Handlungen und Gefühle. Es ist ausserdem für Sprache und Hören, Intelligenz und Gedächtnis verantwortlich.

  • Das Zwischenhirn ist der Bereich, in dem Gefühle wie Freude, Angst, Wut und Enttäuschung entstehen. Es regelt auch die Körpertemperatur, den Wasserhaushalt sowie weitere lebenswichtige Körperfunktionen. Es ist die Verbindungsstelle zwischen dem Nerven- und dem Hormonsystem.

  • Das Mittelhirn ist eine Umschaltstelle. Es leitet Impulse aus Auge und Ohr an andere Hirnzentren weiter. Zudem wird die Schmerzwahrnehmung hier verschaltet.

  • Das Kleinhirn hat die Aufgabe, Bewegungen zu koordinieren und den Körper im Gleichgewicht zu halten. Ausserdem speichert es automatisierte Bewegungsabläufe.

Konzentration auf Knopfdruck

Das menschliche Gehirn kann sehr komplexe Aufgaben lösen wenn es gelingt, die notwendige Konzentration aufzubringen. Konzentrationsfähigkeit hat nur wenig mit Intelligenz zu tun. Clevere Menschen können sich nicht besser konzentrieren als weniger intelligente.

Wie konzentriert jemand ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So etwa von der Tagesform, einer ruhigen oder lärmigen Umgebung oder der Nachtruhe. Wichtig ist auch, ob das Thema, auf das es sich zu konzentrieren gilt, interessant ist. Macht die Arbeit Freude, so fallen Konzentration und die Motivation zur Konzentration meistens leichter.

Den «wilden Affen» trainieren

Konzentration ist vor allem eine Frage des geistigen Trainings. Der Buddhismus vergleicht ein untrainierter Geist mit einem aufgeregten Affen, der wild von Ast zu Ast schwingt. Um diesen Affen zu zähmen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Innere Ruhe: Fokussieren Sie die Aufmerksamkeit auf den Atem. Das beruhigt und unterstützt die innere Sammlung. Danach sollten Sie dieAufmerksamkeit auf verspannte Stellen im Körper richten: zusammengebissene Zähne oder der schmerzende Nacken-Schulter-Bereich. Das Ziel ist Entspannung.

  • Äussere Ruhe: Konzentration braucht äussere Ruhe. Die aber ist zum Beispiel am Arbeitsplatz eher rar. Also müssen Sie Ihre Einstellung zu Störungen ändern. Sie müssen lernen, Umgebungsbeeinträchtigungen auszublenden.

  • Organisation: Wer sich intelligent organisiert, nimmt das Heft selber in die Hand, anstatt sich fremdbestimmen zu lassen.

Eines nach dem anderen

Das menschliche Gehirn kann nur wenige Informationen gleichzeitig verarbeiten. Sie sollten also nicht versuchen, viele Dinge parallel zu tun. Wer es aber schafft, einer Sache bewusst den Vorrang zu geben, erreicht im Idealfall einen Zustand, den israelische Neurologen in einem Experiment bei ihren Testpersonen nachgewiesen haben: Bei ungeteilter Aufmerksamkeit auf eine einzige Herausforderung schaltet das Gehirn die Selbstwahrnehmung aus und arbeitet nur noch für die zu bewältigende Aufgabe.

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Autorin: Christa Friedli Müller
Redaktion: Katharina Rederer, Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»