So kommen Sie nicht ins Schwitzen

Feuchte Hände oder riechender Achselschweiss können belastend sein. Nicht alle sind davon betroffen, die Geruchsbildung hängt von mehreren Komponenten ab.

Schwitzen ist grundsätzlich etwas sehr Gesundes. Das bestätigt Drogistin Susanna Nagel: «Über die Schweissdrüsen werden Giftstoffe aus dem Körper ausgesondert. Ausserdem hält er den Säuremantel des Körpers aufrecht.» Übermässiges Schwitzen hingegen kann schnell zur Tortur werden.

Pflanzen hemmen Schweiss

Wie unangenehm es ist, wenn der Schweiss plötzlich fliesst, weiss Nagel aus eigener Erfahrung: «Seit ich in den Wechseljahren bin, habe ich immer wieder Wallungen.» Ein Bewusstsein für die Ursachen zu entwickeln, sei der erste Schritt. Etwas dagegen zu tun, der nächste. «Wenn ich starke Wallungen haben, nehme ich Salbei-Präparate ein.» Die Pflanze wirkt regulierend auf die Schweissdrüsen. Sie kann als Tröpfchen, Tabletten oder spagyrischer Spray verabreicht werden.»

Was sich im Fall von Susanna Nagel ebenfalls bewährt hat: ein Frischknospenpflanzenspray, den sie in akuten Phasen in den Mund sprüht. Dieser reguliert die Hitze und kühlt. «Ausserdem achte ich auf die Ernährung, meide Kaffee und scharfe Speisen. Beides wirkt schweissfördernd.» Melonen hingegen regulieren die innere Hitze, auch Pfefferminztee kann einen wohltuenden Effekt haben. Ein weiterer Tipp: Die Innenfläche der Handgelenke mit kaltem Wasser abspülen oder feuchte Schweissbänder tragen.

Es stinkt nicht immer

Mit dem Thema Schwitzen setzt sich Susanna Nagel schon lange auseinander, schliesslich ist sie in der Drogerie immer wieder damit konfrontiert. Feuchte Hände, ein unangenehmer Schweissgeruch oder Hitzewallungen sind mögliche Leiden, die ihre Kundschaft schildert. «Generell frage ich zuerst nach, ob Medikamente eingenommen werden, ob eine Stoffwechselkrankheit vorliegt und wie generell das Befinden ist.» Ein weiterer Auslöser für starkes Schwitzen kann Übergewicht sein.

Als Nächstes möchte die Drogistin herausfinden, wo der Kunde am meisten schwitzt, an den Händen, an den Füssen, unter den Achseln oder an den Schläfen – und ob der Schweiss unangenehm riecht oder nicht. Die Geruchsbildung sei unterschiedlich stark, erklärt Drogistin Nagel. Wer viele apokrine Schweissdrüsen hat, schwitzt stärker. «Wenn dazu noch sehr scharfe Speisen gegessen werden und die Gewürze über die Haut ausgesondert werden, nehmen wir einen Körpergeruch als sehr intensiv wahr.»

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Chlorophyll neutralisiert Gerüche

Helfen können in solchen Fällen Chlorophylltabletten: «Sie neutralisieren Gerüche und können etwa dreimal täglich, jeweils nach dem Essen, eingenommen werden.» Zur inneren Anwendung gibt es auch regulierende Spagyrik- oder Homöopathie-Präparate. Die Schüssler-Salze Nr. 8 und 5 helfen ebenfalls, die Schweissbildung zu regulieren beziehungsweise den Körpergeruch einzudämmen. Bei heftigem Schwitzen kann ausserdem ein Entsäuern des Körpers mit einer Basenkur oft sehr hilfreich sein.

Wer stressbedingt immer wieder ins Schwitzen kommt, dem könnten Pflanzen wie die Passionsblume oder die Melisse helfen. «Diese Essenzen wirken beruhigend und entspannend.» Und wer entspannt ist – dies leuchtet ein – kommt wohl automatisch weniger ins Schwitzen.

Autorin: Denise Muchenberger
Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • Drogistin HF Susanne Nagel

  • «Drogistenstern»

  • Leiterin Wissenschaftliche Fachstelle (WIF) des Schweizerischen Drogistenverbandes: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber