Gerötete Haut richtig pflegen

Hautrötungen kommen häufig vor. Die Ursachen reichen von Umwelteinflüssen über Stress bis hin zu Unverträglichkeit kosmetischer Produkte.

– Drogistin Andrea Lüthi kennt das Gefühl, wenn sich die Haut rötet, juckt oder brennt. Speziell in den kalten Monaten, wenn es draussen frostig ist und sie sich immer wieder in geheizten Räumen mit trockener Luft aufhält. Solche Wettereinflüsse und wechselhafte Temperaturen können ein möglicher Auslöser für Hautrötungen sein, Medikamente, Allergien oder Stress weitere.

Ursache abklären

Um die richtige Behandlungsmethode zu finden, klärt Lüthi in einem Gespräch immer zuerst die Ursachen ab und fragt nach, seit wann die Hautrötungen auftreten, an welchen Stellen, ob sie wiederkehrend sind und ob sie sich unter bestimmten Einflüssen vergrössern beziehungsweise zurückbilden. «Wenn ich ausschliessen kann, dass Medikamente, kosmetische Produkte oder Sonnenstrahlen die Rötungen verursachen, frage ich oftmals nach der persönlichen Situation.» Stress oder Störungen des Immunsystems könnten sich auf die Haut auswirken. «Wenn das Innere im Ungleichgewicht ist, kann auch die Haut reagieren und nutzt die Rötungen als Ventil.»

Natur hilft

Zur äusserlichen Behandlung empfiehlt die Drogistin Lotionen oder Cremes mit Hamamelis. Die Heilpflanze, die auch den Namen Zaubernuss trägt, nimmt die Rötung, wirkt beruhigend und abklingend auf die Haut, und das generell bei allen möglichen Formen von Hautirritationen. Wenn die Haut juckt, könnte ein ätherisches Lavendelöl helfen, pur oder in Rosenhydrolat gelöst. Die Schüssler-Salze Nummer 3 und 8 können Rötungen ebenfalls abheilen lassen und die Nummern 1 und 11 bieten sich an, um die Haut zu stabilisieren.

Bei innerer Unruhe, Stress oder einem geschwächten Immunsystem rät Lüthi zu Spagyrik- und Tinkturenmischungen, die nebst den hautberuhigenden auch aufbauende und stärkende Elemente enthalten. Wer auf Hausmitteli setzen möchte, und sich im Gesicht eine Gurken- oder Quarkmaske auflegt, tut sicher nichts Falsches: «Beides wirkt kühlend, was einen wohlwollenden Effekt haben kann.» Beruhigende Gesichtsmasken können Sie auch in Ihrer Drogerie kaufen.

Auch eine ausgewogene Ernährung kann helfen, der Haut jene Feuchtigkeit zuzufügen, die sie benötigt. Während Kaffee und Alkohol Hautrötungen eher begünstigen, können Nahrungsmittel mit Antioxidantien wie frisches Gemüse oder Früchte das Abheilen positiv beeinflussen. Nüsse und kaltgepresste Pflanzenöle helfen gegen die Trockenheit wie eine Bodylotion von innen.

Autorin: Denise Muchenberger
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»