Unangenehme Hautreizungen

Empfindliche Haut reagiert schnell auf scheinbar harmlose äussere Einflüsse – sie juckt, brennt, rötet sich oder bildet Ekzeme. Die Vielfalt der Symptome macht die Behandlung für Betroffene schwierig.

Ganz alltägliche Dinge können Hautirritationen auslösen, die sich einfach vermeiden lassen. Um Hautprobleme zu mindern oder zu beseitigen, ist deshalb ein genaues Beobachten der Haut notwendig.

Ganzer Körper betroffen

Meist ist die irritierte und juckende Haut sehr trocken. Sie sollte daher zuerst mit hautfreundlichen Reinigungsmitteln gewaschen und einer feuchtigkeitsspendenden Lotion eingecremt werden. Pflegeprodukte ohne Alkohol sind besser verträglich bei einem brennenden Körpergefühl und gespannter Haut. Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle oder Leinen bevorzugen. Synthetische Fasern und Wolle können die Haut reizen. Wäsche mit biologischen Waschmitteln waschen und auf Weichspüler mit Duftstoffen verzichten. Ein luftiges Pyjama und kurz geschnittene Nägel verringern bei nächtlichem Juckreiz heftige Kratzattacken.

Nur die Hände betroffen

Ein grosser Teil der Irritationen an den Händen werden durch starke Beanspruchung beim Waschen, Gärtnern, Putzen oder Arbeiten mit Chemikalen verursacht. Man spricht dabei vom «Abnutzungsekzem»: Der häufige Wasserkontakt kann den Lipidfilm der Haut stören und die Haut reizende Stoffe dringen leichter in die Haut ein. Bei Arbeiten mit Wasser und chemischen Produkten Handschuhe tragen. Wichtig ist eine regenerierende Handpflege.

Hautschutz errichten

Zeigt die Haut eine Überreaktion, irritierte Stellen oder gar Ekzeme, wird im Akutfall oft cortisonhaltige Creme verwendet. Cortison ist jedoch mit Nebenwirkungen verbunden. Pflanzliche Naturheilmittel, etwa Juckreiz lindernde Salben aus der Drogerie, können die Behandlung unterstützen oder stellen eine nebenwirkungsarme Alternative dar, die den Hautschutz fördert.

Wie so soft spielt die Ernährung auch für die Gesundheit der Haut eine zentrale Rolle. Es ist sinnvoll, den Anteil ungesättigter Fettsäuren in der Ernährung zu erhöhen, denn eine zu geringe Versorgung kann Hautprobleme begünstigen. Schwarzkümmel- und Borretschöl sind reich an ungesättigten Fettsäuren, haben jedoch einen leicht bitteren Geschmack. Wer den nicht mag: Nahrungsergänzungsmittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäuren) aus Nachtkerzen-, Fisch- und Leinöl sowie Vitamin E-Präparate sind ebenfalls reich an lebenswichtigen Fettsäuren.

Autorin und Redaktion: Nadja Mühlemann
Quelle
  • «Drogistenstern»