Mittel gegen Insekten

Gegen Mücken oder Haushaltsschädlinge gibt es zahlreiche Chemikalien. Damit sich das «Tiergift» nicht in ein Wohngift für den Menschen verwandelt, gilt es einige Vorsichtsmassnahmen zu treffen.

– Mit dem Begriff Biozide werden Chemikalien bezeichnet, die in spezifischer Weise gegen Schadorganismen eingesetzt werden, heisst es auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Wegen ihrer Eigenschaft, gezielt Lebewesen zu töten, bergen Biozide (wie auch Pestizide in der Landwirtschaft) Gefahren für die Gesundheit. Dies ist der Grund, weshalb Schädlingsbekämpfungsmittel vom BAG geprüft sein müssen.

Bei sachgemässer Verwendung sind keine wirklichen Gesundheitsrisiken zu erwarten. Allerdings können beispielsweise Asthmatiker eine deutlich tiefere Toleranzgrenze bei allen Schädlingsbekämpfungsmitteln, die versprüht oder verdampft werden, aufweisen. Lassen Sie sich deshalb in einem ausgewiesenen Fachgeschäft beraten.

Trotz der relativ hohen Sicherheit sollten Sie Biozide, besonders im Innenraum, immer mit Vorsicht einsetzen, eine übermässige Anwendung kann längerfristig die Wohnung und somit auch die Bewohnerinnen und Bewohner belasten.

Vorbeugen statt Chemikalien verwenden

  • Regelmässige Reinigung der Wohnräume verringert das Risiko eines Schädlingsbefalls.

  • Nur saubere Kleidung im Schrank aufbewahren, denn Motten bevorzugen getragene Kleider.

  • Mückengitter an Fenstern und Türen gegen Stechmücken anbringen.

  • Lebensmittel in geschlossenen Behältern aufbewahren.

Wichtige Vorkehrungen

  • Chemikalien sicher vor Kindern und Haustieren aufbewahren.

  • Gebrauchsanleitungen, Warnhinweise, Gefahrensymbole beachten.

  • Eine Daueranwendung von beispielsweise Elektroverdampfern in Innenräumen vermeiden.

  • In Küchen eher passiv wirkende Mittel anwenden. Köderdosen für Schädlinge statt Sprays anwenden.

  • Vor der Verwendung von Sprays gegen Insekten sollten alle Haustiere (Aquarium, Vogel- Hamsterkäfig etc.) aus dem zu behandelnden Raum entfernt oder zumindest mit Tüchern gut abdeckt werden.

  • Mittel gegen Flöhe und Zecken für Katzen und Hunde: nur dafür vorgesehene, vom Tierarzt empfohlene, Mittel anwenden.

Falls ein grösserer Befall von Schädlingen festgestellt wird, ist professionelle Hilfe durch einen Kammerjäger nötig. Dies ist insbesondere bei Problemen mit Schaben oder Mäusen und Ratten der Fall.

Mückenschutzmittel für die Haut

Mückenschutzmittel, sogenannte Repellentien, zum Einsprühen oder Einreiben der Haut sollen uns Mücken, Zecken, Flöhe oder Bremsen vom Leib halten. Stiche sind unangenehm, unter Umständen drohen aber auch ernsthafte gesundheitliche Risiken. Zum Beispiel ist mit durch Zeckenstichen übertragenen Krankheiten wie Borreliose oder Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung) oder Malaria auf Reisen in tropische Länder nicht zu Spassen. Einen zuverlässigen Schutz vor Insekten ist mit Repellentien allein aber nicht zu erreichen.

  • Schwitzen oder Baden kann die angepriesene Wirkungsdauer der Mittel erheblich verkürzen.

  • Bei Kleinkindern zurückhaltend anwenden. Repellentien sind Chemikalien und die Eigenschutzfähigkeit der Kinderhaut ist noch nicht voll ausgebildet. Besser ist es, das Baby mit Kleidern zu schützen. Gut sind auch Mückennetze, die über den Kinderwagen oder das Baby-Bettchen gelegten werden.

  • Wo möglich Moskitonetze anbringen statt Repellentien im ganzen Schlafraum versprühen. In Hochrisikogebieten kann es sinnvoll sein, Moskitonetze mit Insektiziden zu imprägnieren.

  • Möglichst helle, geschlossene Kleidung tragen. Dies ist besonders in der Abenddämmerung zu empfehlen.

Wehret den Anfängen

Ein weit verbreitetes Problem in Wohnungen ist der Befall von Schimmelpilzen: Baumängel und zu hohe Luftfeuchtigkeit sind die häufigsten Ursachen. Da Schimmel ernsthafte gesundheitliche Beschwerden verursachen kann, sollte man beim Entdecken von verdächtig schwarz-braunen Flecken in Bad oder Küche, an Fenstersimsen oder an Aussenwänden rasch handeln.

Autorin und Redaktion: Katharina Rederer