Butter – ein reines Naturprodukt

Butter enthält gesunde Vitamine. Sie besteht aber hauptsächlich aus Fett, darum sollten Sie nur kleine Mengen davon geniessen.

Wann genau die Menschen erstmals Butter hergestellt haben, ist unbekannt. Dass es schon lange her sein muss, beweist ein sumerisches Mosaik, datiert um etwa 3000 vor Christus, das die Produktion von Butter zeigt. Die Griechen und Römer der Antike verwendeten ebenfalls Butter. Allerdings verwendeten sie sie nicht als Lebensmittel, sondern als Salbe und Medikament. Erst im späten Mittelalter wurde Butter zur Handelsware.

Butter enthält die fettlöslichen Vitamine A und E sowie Vitamin D, das der Körper braucht, um Kalzium in die Knochen einzulagern. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch, Butter wegen ihres hohen Fettgehalts zurückhaltend zu geniessen. Verwenden Sie also bei Bedarf pro Tag maximal 10 g Butter.

Das steckt drin

Butter ist ein reines Naturprodukt und wird immer aus frischem Milchrahm hergestellt. Für 1 kg Butter braucht es 25 l Milch. Schweizer Butter besteht immer zu 100 Prozent aus Schweizer Milch. Diese wird in einer Zentrifuge entrahmt, der Rahm wird pasteurisiert. Dann kommt er in den sogenannten Butterfertiger, wo sich das Milchfett in eine kompakte Masse verwandelt, die Buttermilch trennt sich ab.

Butter enthält vor allem Fett, Wasser, geringe Mengen fettlösliche Vitamine und Spuren von Eiweissen, Kohlenhydraten und Mineralstoffen. Der Grossteil des Fettes setzt sich aus gesättigten Fettsäuren zusammen, nur 2 bis 5 Prozent sind ungesättigt. All das sind natürliche Bestandteile, Butter enthält keine Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Farbstoffe oder Aromen.

Butter oder Margarine?

Kennen Sie sich aus mit Butter und Margarine? Testen Sie Ihr Wissen.

Foto: © Cornelia Menichelli / pixelio.de

Buttersorten

Es gibt verschiedene Buttersorten, die sich für verschiedene Zwecke eignen:

Vorzugsbutter

Vorzugsbutter wird aus frischem Schweizer Rahm hergestellt. Dasselbe gilt für kalorienverminderte Butter. Vorzugsbutter können Sie kalt essen oder zum Dünsten, Dämpfen, Abschmecken und Backen verwenden, sie ist aber nicht zum Braten geeignet.

Käsereibutter/Sirtenrahmbutter

Käsereibutter/Sirtenrahmbutter wird aus Milchrahm und Sirtenrahm hergestellt. Sirtenrahm wird aus Molke gewonnen, die ein Nebenprodukt der Käseproduktion ist. Käsereibutter schmeckt würziger und kräftiger als Vorzugsbutter.

Gesalzene Butter

Gesalzene Butter ist gesalzene Vorzugsbutter.

Bratbutter

Bratbutter ist eingesottene Butter. Sie enthält sehr wenig Wasser und Eiweiss und ist darum hoch erhitzbar (bis 180 Grad) und eignet sich daher, anders als Butter, zum Anbraten etwa von Fleisch oder Fisch. Für die Herstellung von Bratbutter wird Butter erhitzt, das geschmolzene Fett trennt sich von den anderen Bestandteilen der Milch. Bratbutter können Sie ungekühlt lagern.

Bratcrème/Bratbuttercrème

Bratcrème/Bratbuttercrème besteht aus eingesottener Butter und weichen Fettbestandteilen. Letztere entstehen bei der «Milchfettfraktionierung», der mechanischen Trennung der festen und weichen Fettbestandteile der Milch. Bratcrème ist wie Bratbutter ungekühlt haltbar und wird ebenso verwendet.

Kräuterbutter

Kräuterbutter ist Vorzugsbutter, je nach Geschmack vermischt mit verschiedenen Kräutern, Knoblauch und Zitronensaft. Kräuterbutter passt gut zu gebratenem oder grilliertem Fleisch.

Buttermischungen

Buttermischungen: Sie können je nach Geschmack Butter mit allem möglichen vermischen: Oliven, getrocknete Tomaten, Senf, Zwiebeln, Knoblauch usw. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Foto: © birgitH / pixelio.de
Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

  • Landwirtschaftlicher Informationsdienst

  • «Der Brockhaus. Gesundheit», F. A. Brockhaus, 2004

  • 6. Schweizerischer Ernährungsbericht

  • Deutsches Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

  • Swissmilk