Kinder vegetarisch ernähren

Vegetarische Eltern stellen sich oft die Frage: Kann ich mein Kind bedenkenlos ohne Fleisch aufwachsen lassen? Ja, das können Sie. Bei einer veganen Ernährung hört der Spass aber auf.

Wer bei der Ernährung auf Fleisch und Fisch verzichtet, aber Milch und Milchprodukte konsumiert, ist ein Lactovegetarier, wer zusätzlich noch Eier auf den Menüplan setzt, ein Ovo-Lactovegetarier.

Wenn die Ernährung abwechslungsreich und ausgewogen ist, können auch Kinder vegetarisch ernährt werden. Es darf kein Mangel an Eiweissen, Vitamin B12, Vitamin D und Eisen auftreten. Darin sind sich Kinderärzte und Ernährungswissenschaftler weitgehend einig. Die Lebensmittel müssen richtig kombiniert werden, wie dies beispielsweise die traditionelle Schweizer Küche dereinst vormachte. Früher wurde aus finanziellen Gründen oft auf Fleisch verzichtetet, dafür wurde beispielsweise zu Gschwellti Käse und zur Rösti ein Spiegelei serviert.

Auf Eisen und Eiweiss achten

Manche Kinderärzte empfehlen allerdings für Kinder zwischen sechs und 18 Monaten dem Gemüsebrei auch immer etwas Fleisch beizugeben. In dieser intensiven Wachstumsphase hat eine ausreichende Eisenzufuhr hohe Bedeutung. In diesem Alter sind zudem gesunde Snacks wichtig. Auch junge Frauen, die wegen der Regelblutung häufig unter Eisenmangel leiden, sollten eine vegetarische Ernährungsweise möglicherweise überdenken.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE empfiehlt zwei- bis sechsjährigen Kindern maximal fünfmal pro Woche wegen des tierischen Eiweisses je 50 Gramm Fleisch anzubieten. 50 Gramm Fleisch enthalten rund 11 Gramm Eiweiss.

Eiweiss-Alternativen zu 50 Gramm Fleisch:

  • 35 Gramm Parmesan oder

  • 1 Ei oder

  • 100 Gramm Magerquark oder

  • 4 Deziliter Milchdrink

Vegan: nichts für Kinder

In der veganen Ernährung werden nicht nur Fleisch, sondern überhaupt alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs wie Milch, Milchprodukte, Eier, Honig konsequent gemieden. «Diese Ernährungsweise ist wegen der Gefahr schwerer Mangelerscheinungen und gesundheitlichen Folgeschäden für Kinder nicht zu empfehlen», hält die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE fest.

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Foto: © www.foto-fine-art.de / pixelio.de
Autorin und Redaktion: Katharina Rederer
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