Kernobst – knackig frisch

Sie gehören zu den beliebtesten Früchten überhaupt: Äpfel und Birnen. Es gibt sie das ganze Jahr über aus Schweizer Produktion. Gemeinsam ist ihnen das Kerngehäuse.

– Zur Obstart Kernobst gehören die Früchte aus der Familie der Rosengewächse. Sie alle besitzen ein Kerngehäuse mit mehreren kleinen Kernen. Äpfel, Birnen, Quitten oder auch Granatäpfel gehören zum Kernobst. Der Vorteil: viele Kernobstsorten können lange ohne Qualitätsverlust gelagert werden. So sind Birnen und vor allem Äpfel das ganze Jahr über aus einheimischer Produktion zu kaufen.

Apfel

Der Apfel ist die älteste kultivierte Frucht auf der Welt. In prähistorischen Siedlungen haben Archäologen Überreste von Äpfeln gefunden. In der Schweiz ist der Apfel die beliebteste Frucht von allen. Äpfel sind das ganze Jahr über erhältlich. Äpfel enthalten zahlreiche Vitamine, unter anderen Vitamin C und eine Reihe von B-Vitaminen. 70 Prozent der Vitamine sind in der Schale, darum sollten Sie diese immer mitessen. Äpfel enthalten auch viele Mineralstoffe, Spurenelemente, Fruchtsäuren und leicht verdauliche Kohlenhydrate (Fruchtzucker). Die Früchte haben ausserdem einen hohen Gehalt an Ballaststoffen wie Rohfaser, Zellulose oder Pektine. Diese binden Schadstoffe und fördern die Verdauung. Der Apfel ist die ideale Zwischenmahlzeit: er gibt Energie und löscht den Durst.

Foto: © Rolf Handke / pixelio.de

Birne

Wie der Apfel enthält die Birne viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und sehr wenige Kalorien. 100 Gramm Birne haben gerade mal 56 Kalorien. Zum Vergleich: 100 Gramm Schokolade haben satte 500 Kalorien. Birnen sind besonders reich an Kalium und verdauungsfördernden Ballaststoffen. Die Gerbsäure in der Birne hilft, Magen-Darm-Entzündungen zu lindern. Ausserdem sorgt die Frucht für die Produktion von Glückshormonen und hellt darum die Stimmung auf. In der Schweiz haben Frühsorten von Mitte Juli bis Mitte August, Herbstsorten von Mitte August bis Mitte September und Lagersorten von September bis März Saison. Jede zweite Birne kommt aus dem Kanton Wallis. Rohe, unreife und harte Birnen sollten Sie reifen lassen. Sonst können sie Magenbeschwerden verursachen.

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Quitte

Die Quitte war ursprünglich im Kaukasus, in Armenien und im Iran heimisch. In südlichen Gegenden gibt es weiche Quittensorten. Meistens aber sind die Früchte hart und holzig, so dass sie vor dem Essen gekocht werden müssen. Beim Einkauf sollten Sie an den Quitten riechen: Reife Früchte duften nach Zitrone und Apfel. Quitten halten sich, kühl und trocken aufbewahrt, bis zu zwei Monate. Quitten eignen sich vorzüglich für Konfitüren. Da sie sehr viel Pektin enthalten, ist keine zusätzliche Gelatine nötig. Die Früchte enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor. Die Frucht stärkt die Verdauung, hilft bei Erkältungen und lindert Entzündungen der Haut.

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Foto: © Gisela Peter
Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • Schweizer Obstverband

  • 5amtag.ch

  • gemueselexikon.ch

  • Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

  • Landwirtschaftlicher Informationsdienst

  • «Der Brockhaus. Ernährung», F.A. Brockhaus, 2001