Hilfe bei Fieberbläschen

Fieberbläschen können hoch ansteckend sein. Darum ist zum Beispiel Küssen dann ein absolutes Tabu.

Die ersten Symptome bei Fieberbläschen sind Kribbeln, Jucken und Spannen der Lippen. Dann bilden sich auf der Lippe einzelne oder in Gruppen auftretende Bläschen, die nach 5 bis 10 Tagen unter Krustenbildung abheilen. Selten finden sich Fieberbläschen auch an anderen Stellen im Gesicht als auf den Lippen.

Ursachen und Hintergründe von Fieberbläschen

Die Ursache für Fieberbläschen ist eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1), die meist unbemerkt im Kindesalter erfolgt. Ein Grossteil der Bevölkerung trägt das HSV-1 in sich. Erst bei einer Reaktivierung des Virus kommt es zur Bildung der eigentlichen Fieberbläschen (Herpes labialis).

Aus dem «Dornröschenschlaf» geweckt wird das Virus meist in Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem. Auch Infektionskrankheiten wie Erkältungen oder Grippe, Fieber, Sonnenbestrahlung, Solarien, Stress, Kälte oder kleine Verletzungen im Mundbereich können das Virus aktivieren und zu Fieberbläschen führen.

Was man selbst tun kann

  • Bei aufgeplatzten Bläschen ist das Virus hoch ansteckend! Nach Kontakt mit der betroffenen Hautstelle unbedingt die Hände gut waschen, um keine Verschleppung des Virus im Gesicht (Augen etc.) zu provozieren oder das Virus an Mitmenschen weiterzugeben. Aufs Küssen verzichten. Die offenen Bläschen regelmässig und vorsichtig desinfizieren.

  • Anwendung antiviraler Mittel: Häufige Anwendung notwendig, 5-mal pro Tag, üblicherweise während 5 Tagen. Bereits beim ersten Kribbeln handeln und das Mittel der Wahl auftragen.

  • Extrakt aus Melissenblättern, Rhabarber, Eichenrinde oder Salbei anwenden. Auch der abwehrstärkende Wundklee, die beruhigende Zitronenmelisse oder das desinfizierende Teebaumöl sind zu empfehlen.

  • Versuchen Sie, das Fieberbläschen nicht zu berühren. Ganz besonders wichtig ist es, die Augen nicht zu berühren, wenn die Hände vorgängig mit den Fieberbläschen in Kontakt gekommen sind. Kontaktlinsenträger müssen besonders vorsichtig sein, dass die Viren nicht via Hände auf die Linsen und in die Augen geraten. Das Herpes-simplex-Virus Typ 1 kann schwere Augenentzündungen verursachen. Im schlimmsten Fall kann es zu bleibenden Schäden kommen.

  • Um die Schmerzen zu lindern und die Entwicklung des Virus zu hemmen, kann man die betroffene Stelle mehrmals täglich kühlen.

  • Mehrmals pro Tag eine desinfizierende Salbe auf die Lippen auftragen. Geeignet sind zum Beispiel Salben, die Lysozym enthalten.

Fieberbläschen vorbeugen

Die Auslöser von Fieberbläschen möglichst meiden, indem man beispielsweise einen Lippenstift mit Schutzfaktor anwendet, der die feine Haut der Lippen gegen die UV-Bestrahlung schützt. Bei häufigem Befall hilft es, das Immunsystem zu stärken – beispielsweise mit einer Echinacea-Behandlung oder dem homöopathischen Mittel Herpes simplex.

Guter Rat aus der Drogerie

Um die Häufigkeit der Bildung von Fieberbläschen vorzubeugen, eignet sich die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, das die Aminosäure Lysin enthält. Lysin hat eine immunsteigernde und antivirale Wirkung und wirkt daher unterstützend bei Infektanfälligkeit. Als Alternative zu Salben bei der Akutbehandlung gibt es spezielle Pflästerchen zum Abdecken des Bläschens. Diese fördern einerseits die Heilung und verhindern andererseits die Ausbreitung des Virus.

Autorinnen: Katharina Rederer und Julia Burgener
Redaktion: Katharina Rederer