Hilfe gegen Reiseübelkeit

Ob Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug, Reiseübelkeit kommt oft vor. Mittel aus der Drogerie helfen, damit die Fahrt in die Ferien positiv in Erinnerung bleibt.

Reiseübelkeit ist wohl einer der grössten Ferien-Vermieserinnen. Drogistin HF Ramona Rogger hat ein paar Tipps, die bei (aufkommender) Übelkeit helfen können.

Ingwer hilft

«Ingwer-Kapseln sind gleich mehrfach sinnvoll: Sie bringen die Verdauung in Schwung und beeinflussen die Rezeptoren im Darmtrakt, um das Gefühl der Übelkeit zu reduzieren.» Ingwer-Kapseln können schon vor der Reise täglich bis zu viermal eingenommen werden. Auch als Essenz in einem Spagyrik-Spray ist Ingwer wohltuend, wobei Rogger dem Spray noch Blauen Sturmhut und/oder Kava-Kava beimischt. «Beide sind angsthemmend, was ja oftmals bei Flug- oder Schiffsreisen eine Begleiterscheinung ist. Die Pflanzen wirken entspannend und dämmen Angstgefühle ein.» Auch Bachblüten könnten in einer Kombinationstherapie eingesetzt werden, um die Anspannung zu lindern.

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Gestörtes Gleichgewicht

Während bei Schiffs- und Flugreisen des Öfteren Ängste dazukommen, löst bei Auto- und Zugreisen meist ein gestörter Gleichgewichtssinn die Übelkeit aus. «Wenn wir unterschiedliche Bewegungsreize wahrnehmen, wird das Gleichgewichtsorgan gestört. Als Folge wird uns schlecht.» Wenn jemand also gegen die Fahrtrichtung im Zug sitzt und das Auge die visuellen Eindrücke ans Hirn weiterleitet, kann dies irritierend sein. Auch auf hoher See, wenn das Schiff in den Wellen schwankt, oder wenn jemand beim Autofahren liest, sendet das Auge verzerrte beziehungsweise andere Eindrücke an das Gehirn als das Gehör. Und im Ohr sitzt bekanntlich das Gleichgewichtsorgan.

Rogger empfiehlt darum gegen diese Art der Reisekrankheit Ginkgo-Präparate, die die Mikrozirkulation des Innenohrs verbessern. Im Bereich der Schüssler-Salze helfen die Nummern 5 und 7, eine aufkommende Übelkeit zu reduzieren. Und für akute Phasen gibt es spezielle Reisekaugummis, die ein Antihistaminikum enthalten und rasch wirken. Dabei sollte man aber bedenken, dass die Kaugummis müde machen können.

Gut planen

Laut Ramona Rogger hilft es ferner, eine Reise gelassen anzutreten. Wer hektisch und gestresst in die Ferien fährt, ist je nachdem anfälliger als jemand, der sich entsprechend darauf einstellt und vorbereitet. Vor einer Reise sollten eiweisshaltige Speisen und Getränke gemieden werden. «Stattdessen etwas Neutrales, wie ein Brötchen mit Honig und ein Tee zum Frühstück.» Ausserdem könnte man als Reiseproviant etwas Zwieback oder Salzstängeli dabeihaben. Sie helfen bei einer unangenehmen Flüssigkeitsansammlung im Körper/Magen und wirken gleichzeitig neutralisierend.

Quellen
  • Drogistenstern

  • Drogistin HF Ramona Rogger

  • Leiterin Wissenschaftliche Fachstelle (WIF) des Schweizerischen Drogistenverbandes: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber

Autorin: Denise Muchenberger
Redaktion: Bettina Epper