Reisen mit Kindern

Weinen, Schreien, Krankheiten, Sonnenstich: Mit Kindern reisen kann sehr beschwerlich sein. Vieles lässt sich mit einer guten Reisevorbereitung vereinfachen.

Speziell die Sommermonate bieten vielen Familien die Aussicht auf ein paar Tage Entspannung. Trotzdem sollte das Reisen mit Kindern bis zehn Jahren nicht dem Zufall überlassen werden. Erst dann reicht ihre Selbstwahrnehmung aus, um sich bei Unwohlsein oder gar Krankheit genau auszudrücken, was ihnen fehlt.

Der erste Schritt in der Vorbereitung ist die Wahl des passenden Ferienortes. So kann beispielsweise ein Abstecher ins Gebirge bei Kindern unter zwei Jahren aufgrund der veränderten Höhen- und Luftdruckverhältnisse problematisch werden. «Es ist besser, man bleibt zuerst einige Tage unter der 2000-Meter-Grenze, bis das Kind etwas akklimatisiert ist», empfiehlt der Drogist HF Thomas Goetschmann.

Medizinische Infrastruktur

Ferien am Meer bieten eine gewisse Garantie für schönes Wetter und meisten Kinder haben grossen Freude am Wasser und am Sand. Bevor man Ferien am Meer bucht, ist es empfehlenswert, ein paar Informationen einzuholen. «Insbesondere sollte man sich vergewissern, ob in der Nähe eine ausreichende medizinische Infrastruktur vorhanden ist», erklärt Jérôme Pilloud, Kinderarzt in Yverdon-les-Bains (VD). Auch die Gefahr von häufig vorkommenden Krankheiten gelte es nicht zu unterschätzen. «Speziell die Malaria ist sehr ernst zu nehmen» so Pilloud weiter, weil diese Krankheit die Kleinsten besonders schlimm treffe. So ist es in Malarialändern wichtig, sich mit Netzen auszurüsten, wirkungsvolle Lotionen vor Stechmücken anzuwenden und vorbeugende Medikamente einzunehmen. Dass überdies auch Wundverbände, fiebersenkende Mittel oder Sonnenschutzmittel in jede Reiseapotheke gehören, versteht sich von selbst.

Verkehrsmittel und ihre Tücken

Die Fahrt bzw. der Flug ans Ferienziel kann mit Kindern ebenfalls zum Problem werden. Viele Fluggesellschaften transportieren Kleinkinder nur mit einer ärztlichen Einwilligung. Auf jeden Fall sollte man beachten, dass der Kabinendruck bei den Kleinen Ohrenschmerzen verursachen kann. Um das zu verhindern, kann unter anderem ein Schoppen oder Nuggi helfen. Bei Reisen, die nicht allzu lang sind, ist es auf jeden Fall besser, den Zug zu nehmen. Nimmt man die Strecke mit dem Auto unter die Räder, empfiehlt es sich alle zwei Stunden eine Pause einzulegen und genügend Getränke im Auto zu haben. Ausserdem darf ein Mittel gegen Reisekrankheit nicht fehlen. Übrigens: Mit Spielen, Malbüchern oder Geschichten vergeht die Zeit schneller und die Kinder sind etwas abgelenkt.

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Autorin: Marie-Noëlle Hofmann
Redaktion: Didier Buchmann
Quelle
  • «Drogistenstern»