Hilfe gegen Fastenbeschwerden

Wird dem Körper keine Nahrung zugeführt, schaltet er den Stoffwechsel um und verbraucht so wenig Energie wie möglich. Deshalb friert man beispielsweise während einer Fastenkur schneller. Hilfreich kann unter anderem ein flotter Spaziergang sein.

Fastet man mehrere Tage, beginnt der Körper zur Energiegewinnung die Eiweiss- und Fettreserven abzubauen. Bei diesen Entgiftungs- und Stoffwechselvorgängen können aufgrund der abgebauten Stoffe Mund- und Körpergerüche entstehen. Bei längerem Fasten schüttet der Körper aber auch «Glückshormone» wie Endorphine aus, um die «Hungerphase» erträglicher zu machen. Der Kopf wird frei und das Denken klarer. Dies ist die Phase von der Fastenerfahrene schwärmen.

Häufige Fastenbeschwerden

  • Kreislaufstörungen treten oft am ersten und dritten Tag auf. Der Organismus stellt auf Energiespar-Stoffwechsel um. Wenn Ihnen schwindlig wird, legen Sie sich hin und lagern Sie Ihre Beine hoch. Zur Unterstützung des Kreislaufes eignen sich ein kalter Arm- oder Schenkelguss, ein flotter Spaziergang an der frischen Luft oder Trockenbürstungen der Haut.

  • Kopfschmerzen plagen meist während der ersten drei Fastentage. Sie sind häufig ein Zeichen des «Koffein-Entzugs» oder der Umstellungsphase. Später weisen sie auf die im Blut zirkulierenden Schlackenstoffe hin. Trinken Sie viel und legen Sie sich eine kalte Kompresse auf die Stirn. Sie können auch Ihre Schläfen mit einem guten Pfefferminzöl massieren. Bei manchen hilft auch der Schlaf über diese Phase hinweg. Anderen bringt ein Spaziergang an der frischen Luft Erleichterung.

  • Während des Fastens kann es zu einer unterschwellig depressiven Stimmung kommen. Fasten ist oft auch die Zeit der inneren Einkehr – Probleme wollen angeschaut werden. Haben Sie diese Zeit überwunden, werden Sie merken, dass Sie ausgeglichener sind, weniger reizbar und sensibler. Zur Stimmungsaufhellung können Sie sich vom Partner mit Zitrus- oder Orangenöl massieren lassen. Mit einer Aromalampe lässt sich das Aromaöl aber auch im Zimmer verdampfen. Achtung: Wenn Sie an einer manifesten Depression leiden, sollten Sie nicht fasten.

Am Ende der Fastenkur sollten Sie sich mit dem Fastenbrechen und der Zeit danach beschäftigen.

Entlastungstage

Wegen obig genannten Beschwerden ist es wichtig, den Körper vor der Fastenkur an leichte Kost zu gewöhnen. Sogenannte Darmreinigungen, beispielsweise mit Glaubersalz, sind aus wissenschaftlicher Sicht zwar nicht nötig, können zu Beginn der Kur aber ein Signal für die Umstellung sein. Bei den meisten Fastenmethoden werden sie deshalb empfohlen.

Fasten- wie Entschlackungskuren sollten 6 bis maximal 14 Tage dauern. Wer über eine Woche fastet, sollte dies unter Aufsicht tun.

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Foto: © Ute Gräske/pixelio.de
Autorin: Christa Friedli Müller
Redaktion: Katharina Rederer
Quelle
  • «Drogistenstern»