Hilfe für strapazierte Augen

Äussere Einflüsse wie Wind, Staub oder Computerarbeit können die Augen reizen. Dann bloss nicht reiben!

Durch das Reiben der Augen verschlimmert sich die Situation zusätzlich. Gut zu wissen, was im Akutfall effektiv für Linderung sorgt:

  • Bei Übermüdung, Entzündungen und Reizung von Augen und Lidern sowie bei tränenden oder trockenen Augen helfen homöopathische Augentropfen, beispielsweise auf der Basis von Tollkirsche (Belladonna) oder Augentrost (Euphrasia).

  • Der Augentrost (Euphrasia officinalis) ist ein bewährtes Augenmittel. Die kleine, hübsche Blume wirkt abschwellend, entzündungshemmend und adstringierend (zusammenziehend). Dadurch sorgt die Heilpflanze bei gereizten Augen, schmerzhaften Gerstenkörnern und Bindehautentzündung für wohltuende Linderung. Kompressen in den Augentrost-Tee tunken, ausdrücken und auf die geschlossenen Augen legen; ideal auch gegen «verklebte Augen» bei Kindern.

  • Gegen Rötungen mit Juckreiz und Brennen sowie bei Schwellungen der Bindehaut oder der Lider wirken homöopathische Tropfen mit Augentrost und Honigbiene (Apis mellifica).

  • Im Bedarfsfall sorgen Produkte mit künstlicher Tränenflüssigkeit, die in unterschiedlicher Viskosität (z. B. Tropfen, Gel) erhältlich sind, für Linderung.

  • Leinölkapseln können die Produktion von Tränenflüssigkeit anregen und so das Auge mit mehr Feuchtigkeit versorgen. Leinölkapseln tun im übrigen auch trockener Haut gut. Sie müssen kurmässig eingenommen werden.

Gut, wenn Sie den Augen regelmässig kleine Pausen gönnen, damit es gar nicht erst zu schmerzhaften Augenreizungen kommt.

Wann zum Augenarzt?

Wenn trotz Selbstbehandlung keine Besserung eintritt, ein Druckgefühl besteht oder sich das Sehvermögen plötzlich verschlechtert, muss ein Augenarzt konsultiert werden.

Autorin: Menta Scheiwiler Sevinç
Redaktion: Katharina Rederer
Quellen
  • «Drogistenstern», Aldo Poletti, Prof. Dr. Heinz Schilcher, Dr. Alfred Müller: «Heilkräftige Pflanzen», Hädecke Verlag, 1990