Verstopfte Nase: was hilft?

Lassen Sie sich vom Schnupfen nicht auf der Nase herumtanzen. Spezielle Spülungen und Sprays befreien die Nase und geben Viren und Bakterien keine Chance.

Schnupfengeplagte leiden oft an einer verstopften Nase. Betroffene wollen dann nur noch eins: wieder tief durchatmen können. Schuld am Atemproblem sind Erkältungsviren, die die Nasenschleimhaut besetzen. Diese entzündet sich, schwillt an und plötzlich fällt einem das Atmen schwer. Auch die rund 30 Millionen Riechzellen in der Nase, die normalerweise Tausende von Gerüchen wahrnehmen, sind deshalb kurzzeitig ausser Gefecht gesetzt.

So bekommen Sie wieder Luft

In der Drogerie gibt es Präparate, die eine verstopfte Nase lindern.

Nasenspray

«Gegen eine verstopfte Nase hilft am schnellsten ein synthetischer Schnupfenspray», sagt Drogist Hanspeter Michel. Inhaltsstoffe wie Oxymetazolin oder Xylometazolin schwellen die Nasenschleimhaut innerhalb weniger Minuten ab und überschüssiges Nasensekret fliesst ab. Das verschafft für ein paar Stunden Luft. Achtung: Trotz positiver Eigenschaften dieser Nasensprays sollten Sie sie nur bei stark verstopfter Nase anwenden – und nicht länger als eine Woche. Denn sie reduzieren die Durchblutung der Schleimhaut und trocknen sie aus. So können Viren und Bakterien erneut leichter in den Körper eindringen und krank machen. «Wer diese Präparate ausserdem gewohnheitsmässig gebraucht, kann damit die Nasenschleimhaut dauerhaft schädigen», sagt Michel.

Inhalation

Inhalationen mit ätherischen Ölen befreien eine verstopfte Nase schnell. Am besten eignen sich Öle mit Thymian, Eukalyptus oder Pfefferminze. Vorsicht: Inhalationen sind für Babys und kleine Kinder eher nicht geeignet. Drogist Hanspeter Michel: «Die Gefahr, dass ein Unfall passiert und sie sich verbrennen, ist gross.» Zudem können für Kleinkinder bestimmte ätherische Öle lebensgefährlich werden. «Zum Beispiel Eukalyptusöl löst schlimmstenfalls einen Stimmritzenkrampf aus, der die Luftzufuhr zur Lunge verschliesst. Daran können die Kleinen erschicken.» Wer inhalieren oder Präparate für Babys haben möchte, sollte sich in der Drogerie beraten lassen.

Nasenspülung

Wer einen Schnupfen hat, sollte mehrmals pro Tag die Nase durchspülen. Und zwar mit einer physiologischen Nasenspülung. «Das reinigt, befeuchtet und pflegt die Nasenschleimhaut», sagt Drogist Hanspeter Michel. Am einfachsten geht das Spülen mit einer fertigen Lösung aus der Drogerie. Michel empfiehlt seiner Kundschaft oft eine katarrhlösende Salzmischung: «Sie schafft ein Milieu in der Nase, in dem Entzündungen rascher abklingen.»

Nasenspülung selber machen
Eine Nasenspülung können Sie auch selber zubereiten: Einfach neun Gramm Salz in einem Liter lauwarmem Wasser lösen. Achten Sie darauf, dass Sie das Salz nicht überdosieren. Sonst besteht die Gefahr, dass die Nasenschleimhäute gereizt werden. Die richtige Spülmischung geben Sie anschliessend in eine Nasendusche, einen speziell dafür gemachten Behälter.

Richtig Spülen
Die Nase zu spülen, ist ganz einfach:

  • Halten Sie den Kopf beim Spülen leicht schräg über das Waschbecken. Setzen Sie die Spülung am oberen Nasenloch an, und lassen Sie die Lösung durch die Nase laufen.

  • Achten Sie darauf, den Kopf während dem ganzen Spülvorgang immer leicht gesenkt zu halten.

Am besten spülen Sie die Nase zwei- bis dreimal täglich.

Nasensalbe

Tupfen Sie wenn möglich immer ein bisschen Nasensalbe in die Nasenlöcher, bevor Sie aus dem Haus gehen. Der Balsam schützt die Schleimhaut und erschwert den Erkältungsviren den Landeanflug.

Nebst einer Behandlung mit Präparaten sollten Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee pro Tag trinken. Das hält die Schleimhäute feucht. Stärken Sie ausserdem Ihr Immunsystem. Am besten lassen Sie sich hierzu in der Drogerie beraten.

Signale einer Nasennebenhöhlenentzündung

Während eines Schnupfens schwillt die Nasenschleimhaut manchmal stark an. Und zwar so sehr, dass es für unseren Geruchs- oder Geschmackssinn kaum mehr möglich ist, ein Schinkenbrot von einer Cremeschnitte zu unterscheiden. Kommen aber zusätzlich starke Kopf- oder Kieferschmerzen dazu, könnte es sich um eine Stirn- oder Nasennebenhöhlenentzündung handeln. «Wer dies vermutet, sollte sich in der Drogerie beraten lassen. Eine Antibiotika-Behandlung ist meistens nicht nötig», sagt Drogist Hanspeter Michel.

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Autorin: Vanessa Naef
Redaktion: Didier Buchmann / Vanessa Naef
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber
Quellen
  • Drogist HF Hanspeter Michel