Frühlingsmüdigkeit

Das grosse Gähnen

Ein bisschen matt und schlapp zu sein Anfang Jahr ist normal. Eine Drogistin gibt Tipps, wie Sie flotter in den Frühling starten.

Endlich Frühling! Die Sonne lacht, ein mildes Lüftchen weht. Herrlich! Wäre da nicht diese vermaledeite Frühlingsmüdigkeit. Drogistin HF Claudia Haus: «Hauptverantwortlich für die Frühlingsmüdigkeit sind der Temperaturanstieg, der dem Kreislauf anfangs zu schaffen macht und hormonelle Umstellungen.» Wenn es draussen wieder länger hell ist, nimmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin ab. Das kann die Schlafqualität verschlechtern und dafür sorgen, dass man nicht gut einschlafen kann. Dementsprechend ist man dann tagsüber müde.

Mehr Licht!

Auch Vitamin-D-Mangel, der im Winter häufig auftritt, kann schlapp machen, weil viele Stoffwechselvorgänge nicht mehr ideal funktionieren. «Vitamin D nimmt der Körper grösstenteils über die Sonnenstrahlen auf. Er stellt es selber in der Haut her. Sind die Tage im Winter dunkel und kurz und ist es draussen kalt, hält man sich meistens drinnen auf und tankt zu wenig Sonne.» Gefährlich ist Frühlingsmüdigkeit nicht. Ausser, man fährt zum Beispiel müde und unkonzentriert Auto oder arbeitet an einer Maschine. Haus findet sogar etwas Gutes an der Frühlingsmüdigkeit: «Sie ist ein Zeichen, dass es Zeit ist, den Körper zu entgiften und runterzufahren.» Sanfte Medizin kann dabei unterstützen und stärken.

7 Tipps von Drogistin Haus

1. Unterstützen Sie Ihren Körper beim Entgiften. Das gelingt am besten mit stoffwechselanregenden Tees aus der Drogerie, spagyrischen Mischungen oder Pflanzentinkturen mit Löwenzahn, Birke und Brennnessel. «Sie regen die Leber- und Gallenfunktion an und helfen, schädliche Stoffe aus dem Körper auszuleitet», sagt Haus. Das gleiche bewirken die Schüssler-Salz-Nummern 4, 6, 8, 9 und 10. Diese gibt es als Pulver, Tabletten oder Sticks. Haus’ Spezialtipp: Frischer Löwenzahn im Salat oder Birkensaft sind vitaminreich und helfen zusätzlich zu entgiften.

2. Trinken Sie viel Wasser oder ungesüssten Tee. Das ist gut für den Wasserhaushalt des Körpers.

3. Bei Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Erschöpfung hat sich die Taigawurzel bewährt. Sie ist als Kapseln oder Tinktur in der Drogerie erhältlich.

4. Gegen Vitamin-D-Mangel sollten Sie Vitamin-D-Präparate aus der Drogerie einnehmen.

5. Müdigkeit vertreiben kann ein Kräuterhefeextrakt. «Das enthaltene Vitamin B stärkt Nerven und Körper», sagt Haus.

6. Bewegen Sie sich ausreichend im Grünen. Das ist gut für den Kreislauf. «Die Farbe Grün hat eine entspannende Wirkung und entlastet die Augen», sagt die Drogistin. Und Schauen Sie weniger aufs Telefon oder auf den Bildschirm. Oft ermüdet Arbeit am Computer oder zu viel Zeit am Handy die Augen.

7. Dunklen Sie vor dem zu Bett gehen das Schlafzimmer völlig ab, damit der Köper Melatonin ausschüttet und Sie gut ein- und durchschlafen können.

Lassen Sie sich in der Drogerie beraten. Drogistinnen und Drogisten helfen, das individuell passende Mittel und die richtige Dosierung zu finden. Steckt eventuell eine andere, gar ernsthafte, Ursache hinter der Müdigkeit, können Drogistinnen und Drogisten dies einschätzen und Ihnen empfehlen, sich an einen Arzt zu wenden.

Frühlingsmüdigkeit

Fühlen Sie sich im Frühling oft müde und schlapp?

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Autorin und Redaktion: Vanessa Naef
Quellen
  • Drogistin HF Claudia Haus

  • www.usz.ch