Migräne – eine ernsthafte Krankheit

Die Schmerzen können Migräne-Patienten «schachmatt» setzen. Der erste Schritt um dem Übel wirkungsvoll zu begegnen, ist eine ärztliche Abklärung.

Rund eine halbe Million Menschen in der Schweiz leiden gemäss der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft (headache.ch) an Migräne – die Mehrheit davon betrifft Frauen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren. Da sich Migräne wie ein roter Faden durch Generationen hinzieht, wird schon seit längerer Zeit vermutet, dass die Krankheit genetisch vererbbar ist. Ein eindeutiger genetischer Defekt als Ursache der Migräne konnte allerdings noch nicht ermittelt werden. Es ist aber gesichert, dass genetische Veränderungen unter bestimmten Bedingungen verantwortlich sind für eine Stoffwechselstörung bestimmter Hirnzellen und dass der spezifische Schmerzmechanismus dadurch aktiviert werden kann. Die Medizin unterscheidet je nach Art und Dauer der Beschwerden eine ganze Reihe von Formen der Migräne.

Charakteristik eines Migräneanfalls

  • In der Regel kündigt sich ein Migräneanfall an.

  • Betroffene sind nervös, haben Stimmungsschwankungen, keinen Appetit oder Heisshunger.

  • Bei etwa 20 Prozent der Patienten kommt es zu neurologischen Funktionsstörungen wie Sehproblemen, Gesichtsfeldausfällen, motorischen Schwächen oder Veränderungen in der Wahrnehmung.

  • Meist steigern sich die Störungen im Verlauf von 5 bis 20 Minuten und dauern zwischen 30 und 60 Minuten. Erst danach folgt die eigentliche Kopfschmerzphase. Sie kann nach einer halben Stunde wieder aufhören, aber auch über drei Tage andauern.

  • Ein Migräneanfall ist oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen.

Mögliche Auslöser

Als Auslöser für die Migräne können gewisse Nahrungsmittel, Änderungen im Schlafrhythmus, Stress oder Stressabfall am Wochenende, Verdauungsprobleme oder hormonelle Veränderungen infrage kommen. Da jeder Betroffene individuell reagiert, lohnt es sich, ein Schmerztagebuch zu führen. Migräne sollte immer ärztlich abgeklärt und entsprechend behandelt werden. Lassen sich keine klaren Auslöser eruieren, können gezielte komplementärmedizinische Therapien wie etwa die Cranio-Sacral-Therapie oder Atemtherapie helfen, die Schmerzen besser zu ertragen.

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Autorin: Katharina Rederer
Redaktion: Didier Buchmann
Quelle
  • «Drogistenstern»