Wenn plötzlich der Schädel brummt

Schon wieder Kopfweh! Möglicherweise ist das Wetter daran schuld. Das beste Mittel dagegen ist viel Bewegung an der frischen Luft.

Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden, Gelenk- oder Kopfschmerzen und Migräne. Möglicher Auslöser für solche Beschwerden kann das Wetter sein. Christina Koppe vom Deutschen Wetterdienst setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern sich das Klima und die atmosphärische Zirkulation auf die Gesundheit auswirken. Die Biometeorologin sagt: «Was sicher ist: Wetter und Klima haben eine Wirkung, wenn auch keine besonders starke.» Wäre der menschliche Organismus ein grosses leeres Fass, auf das verschiedene Einflüsse wie Stress, chronische Krankheiten und Umwelteinflüsse einwirken, könne das Wetter manchmal der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Wetterbedingte gesundheitliche Beschwerden hängen von vielen Faktoren ab: «Ein gesunder, fitter Organismus kann sich schneller auf Wetterwechsel einstellen als ein angeschlagener», sagt Koppe.

Wetterwechsel setzen dem Körper zu

Immer zu den Wechseln der Jahreszeiten muss sich der Organismus auf neue Temperaturen und Witterungsbedingungen einstellen. Koppe: «Dafür braucht er im Winter rund zehn Prozent mehr Energie als im Sommer.» Auch die Regulierung des Wasser- und des Salzhaushaltes ist betroffen. Diese Anpassung gelingt nicht jedem Körper gleich gut. Eine Folge dieser Umstellungsprozesse können Kopfschmerzen und Migräne sein. Bis heute hat die Wissenschaft noch nicht erforscht, wo die Ursachen dafür genau liegen, was aber laut Koppe sicher ist: «Hochdruckgebiete im Herbst, wie beispielsweise ein goldener Oktober, begünstigen unsere Gesundheit, die Beschwerden gehen zurück», auch weil der Organismus an diesen Tagen noch einmal Sonne tanken kann.

Bewegung an der frischen Luft tut gut

Um sich für Wetterumschwünge zu rüsten, rät Koppe zu Spaziergängen an der frischen Luft. Auch leichtes Ausdauertraining begünstigt die Widerstandsfähigkeit des Organismus, der Körper lernt, sich jedem Wetter anzupassen. Neben ausreichend Schlaf und einer gesunden Ernährung können auch Saunagänge helfen. Koppe: «Sie sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen sollten vorher mit ihrem Arzt darüber reden.»

Im letzten Jahr hat der Deutsche Wetterdienst eine repräsentative Umfrage durchgeführt und die Teilnehmenden gefragt, welche Wetterlage ihren Körper und Geist am meisten belastet. «Eine spezielle Wetterlage konnten wir anhand der Auswertungen nicht definieren, generell sind es aber vor allem die Wetteränderungen und stürmisches Wetter, welche als negativ empfunden werden. Bei schönem Wetter ohne Kälte- und Hitzebelastung hingegen geht es den meisten Menschen gut bis sehr gut.»

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Autorin: Denise Muchenberger
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»