Darmsanierung mit Joghurt

Geht es um die Darmgesundheit, werden gerne mit Milchsäurebakterien angereicherte Joghurts propagiert. Was ist daran?

Probiotika sind lebensfähige Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder Hefen, die der Darmgesundheit dienen. Aktiv zuführen können Sie sich Probiotika mittels Functional Food, also über Zusätzen in Lebensmitteln. Oder Sie nehmen Probiotika in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ein. Denise Egli, vitagate-Experti, Drogistin und Vitalstoff- und Ernährungsberaterin erklärt es so:

Warum Probiotika als Nahrungsergänzung und nicht Bifidusjoghurt?

  • Joghurt erfährt bei der Herstellung eine Hitzebehandlung, wobei die aktiven Milchsäurebakterien abgetötet werden.

  • Joghurt enthält in der Regel nur einen Bakterienstamm. Gute Probiotika in Form von Nahrungsergänzungmitteln hingegen enthalten bis zu acht Stämmen.

Leidet jemand unter chronischen Darmbeschwerden oder führt eine Darmsanierung durch, so ist «die Zufuhr von lebenden Bakterien und vor allem auch von verschiedenen Stämmen von Milchsäurebakterien wichtig», sagt Egli. Dies, damit alle Bereiche des Darms besiedelt werden. Ihr Fazit: «Aus diesen Gründen sind Nahrungsergänzungen viel effektiver!»

Probiotika
  • «Pro bios» heisst «für das Leben»

  • Es handelt sich um lebende Mikroorganismen die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken.

  • Probiotika ergänzen die bestehende Darmflora mit lebenden, aktiven Bakterien.

  • Probiotika sorgen für eine verbesserte Verdauungsfunktion und Resorption der Nährstoffe im Darm.

Prebiotika
  • Prebiotika sind unverdauliche Nahrungsfasern die unverändert in den Dickdarm gelangen. Der Abbau dieser Nahrungsfasern durch die Darmflora stimuliert das Wachstum und die Aktivität der Mikroorganismen.

  • Ein Prebiotika stellt eine optimale Ernährung für mehrere Bakterienarten im Darm dar. Dazu zählen wasserlösliche Nahrungsfasern wie Oligofructose und Inulin. Oligofructose ist ein unverdaulicher Mehrfachzucker, der dem Darm als Ballaststoff dient. Inulin ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosemolekülen. Es kommt reichlich in Chicorée, Knoblauch, Lauchgewächsen, Topinambur oder Spargeln vor.

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Foto: © Helene Souza / pixelio.de
Autorin und Redaktion: Katharina Rederer