Coronavirus: So schützen Sie sich

Der sicherste Weg, sich vor dem Coronavirus COVID-19 zu schützen, sind die vom Bundesamt für Gesundheit empfohlenen Hygienemassnahmen und Verhaltensregeln. Erfahren Sie das wichtigste auf einen Blick.

Es gibt keinen Impfstoff gegen das Coronavirus COVID 19, das sich derzeit weltweit verbreitet. Die Übertragungswege des Virus sind die gleichen wie bei anderen Viren:

  • Enger Kontakt: länger als 15 Minuten im Umkreis von 2 Metern um eine kranke Person stehen.

  • Tröpfcheninfektion: Wenn eine kranke Person hustet oder niest, können die Viren direkt in die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen anderer Menschen gelangen.

  • Hände: Wenn eine kranke Person in die Hände hustet oder niest, setzen sich die ansteckenden Tröpfchen dort fest, wenn die Person sich nicht die Hände wäscht, und können dann auf die Hände anderer Personen übertragen werden.

Viren können einige Stunden lang auf Oberflächen wie Türgriffen, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Liftknöpfen usw. überleben. Es ist noch nicht bekannt, ob es möglich ist, sich durch die Berührung dieser Oberflächen und die anschliessende Berührung der Schleimhäute zu infizieren, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erklärt.

Die wirksamste Art, sich vor dem Coronavirus zu schützen, sind Hygienemassnahmen:

Testen Sie sich!

Falls Sie sich krank fühlen oder auch nur leichte Symptome haben, bleiben Sie zu Hause und machen Sie den Coronavirus-Check oder rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Bleiben Sie zu Hause bis das Testergebnis vorliegt oder Sie die Handlungsempfehlungen des Arztes kennen. Genauere Informationen erhalten Sie hier.

Tracing

Falls der Coronavirus-Test eine Infektion anzeigt, informieren die Behörden alle Personen, die mit der positiv getesteten Person bis zwei Tage vor Auftreten der Krankheitssymptome engen Kontakt hatten. Daher ganz wichtig: Wer ein Restaurant besucht oder an einem öffentlichen Anlass teilnimmt, sollte seine Kontaktdaten hinterlassen. So können die kantonalen Behörden die Infektionsketten rückverfolgen. Ergänzend zum sogenannten Contact Tracing steht die SwissCovid-App für Smartphones zur Verfügung. Genauere Informationen erhalten Sie hier.

Zu Hause bleiben

Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Symptome wie Husten, Fieber oder Atembeschwerden haben. Fällt der Coronavirus-Test positiv aus oder hatten Sie engen Kontakt zu einer infizierten Person, müssen Sie zu Hause bleiben, damit sich das Virus nicht weiter verbreiten kann. Halten Sie auch wo immer möglich Abstand zu anderen Personen. Genauere Informationen erhalten Sie hier.

Abstand halten

Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen. So schützen Sie sich und andere vor einer Ansteckung. Genauere Informationen erhalten Sie hier.

Maske tragen

Personen ab 12 Jahren müssen im öffentlichen Verkehr wie Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen eine Maske tragen. Der Bund empfiehlt auch eine Maske zu tragen, wenn der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht möglich ist. Hier lesen Sie mehr dazu. Und wie Sie eine Maske anwenden, erfahren Sie hier.

Sorgfältig die Hände waschen

Die beste Vorbeugungsmassnahme ist gründliches und regelmäsiges Händewaschen mit Seife. Wichtig: Tragen Sie keine Fingerringe oder waschen Sie diese ebenfalls gründlich. Wie Sie Ihre Hände richtig waschen, erfahren Sie hier. Oder in diesem Video des BAG.

Waschen Sie die Hände, wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Schnäuzen, Niesen oder Husten oder bevor Sie essen oder Essen zubereiten. Pflegen Sie Ihre Haut mit einer Feuchtigkeitscreme und halten Sie die Fingernägel kurz und sauber.

Händeschütteln vermeiden

Küssen und Händeschütteln sollten Sie vermeiden. Ausserdem sollten Sie während eines Gesprächs wenn möglich Abstand halten. Berühren Sie auch Nase, Mund und Augen nicht. Genauere Informationen erhalten Sie hier.

Niesen und Husten

Das Virus verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion. Darum sollten immer in ein Taschentuch niesen oder husten. Wenn das nicht möglich ist, niesen oder husten Sie in die Ellenbogenbeuge. Gebrauchte Taschentücher in einen verschliessbaren Abfalleimer werfen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Video des BAG

Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.

Müssen Sie in eine Arztpraxis oder Notfallstation gehen, weil Sie Symptome haben, dann rufen Sie unbedingt vorher an. Der Arzt kann abschätzen, ob eine Konsultation erforderlich ist.

Darüber hinaus empfiehlt das BAG, Versammlungen so weit wie möglich zu vermeiden. Das gilt insbesondere für besonders gefährdete Personen. Dazu gehören Menschen über 65 Jahre und Menschen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Krankheiten oder Behandlungen, die das Immunsystem schwächen oder Krebs.

Das BAG empfiehlt diesen Personen:

  • Öffentliche Verkehrsmittel so weit wie möglich meiden.

  • Ausserhalb der Hauptverkehrszeiten einkaufen oder jemanden bitten, die Einkäufe zu erledigen.

  • Überfüllte Orte wie Kinos, Konzerte, Sportveranstaltungen usw. meiden.

  • Unnötige geschäftliche und private Termine vermeiden.

  • Besuche auf Notfallstationen und Spitälern reduzieren.

  • Kontakt mit kranken Menschen vermeiden.

  • Sich bei Symptomen (siehe unten) sofort mit dem Arzt in Verbindung setzen und erklären, dass man zu einer Risikogruppe gehört.

Desinfektionsmittel

Um der grossen Nachfrage gerecht zu werden, hat der Bund zudem Drogerien und Apotheken ermächtigt, Desinfektionsmittel ohne vorherige Genehmigung selbst herzustellen.

Symptome

Die Symptome sind nicht immer die gleichen und können auch sehr leicht sein. Häufige Symptome sind trockener Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber oder Fiebergefühl, Muskelschmerzen und plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns. Ebenfalls möglich sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung. Wenn Sie mehrere der beschriebenen Symptome haben, ist es wahrscheinlich, dass Sie am neuen Coronavirus erkrankt sind. Dann müssen Sie für mindestens 10 Tage zu Hause bleiben. Lesen Sie hier die Anweisungen zur Selbst-Isolation.

Behandlung

Es existiert keine Behandlung. Nur die Symptome können gelindert werden. Eine Erkrankung mit dem Coronavirus kann man nicht mit Antibiotika heilen, weil Antibiotika nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien wirken.

Hinweis: Das BAG stellt auf seiner Website Informationen zur Situation und zahlreiche zusätzliche Informationen zur Verfügung, ebenso wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO, nur englisch). Adressen unten.

Quellen
  • Bundesamt für Gesundheit BAG