Liebe, Sex und Verhütung

Für Eltern ist es heute entschieden leichter, ihren Kindern die Sache mit dem Storch zu erklären. Doch, wie sag ichs dem jungen Mann, stellen insbesondere Mütter mit Söhnen etwas beunruhigt fest.

Aufklärung war in den 1960er-Jahren eine Art medizinisch-anatomische Vorlesung, wobei die entscheidende Frage, wie denn das vorwitzige Spermium zu diesem Ei gelangt, kategorisch ausgespart wurde. Da half nur die Zeitschrift Bravo weiter. Doch auch für moderne Eltern ist die Aufklärung ihrer Kinder immer «das erste Mal». Und ganz ohne Verunsicherung – auch seitens der Erwachsenen – gehen Gespräche um Liebe, Sex und Verhütung auch heute nicht vonstatten.

Wenn die Mutter mit dem Sohne…

Gespräche über Sex finden in den meisten Familien «häppchenweise» und über Jahre verteilt statt. Mal wollen die Jugendlichen mehr, mal weniger wissen. Eltern versuchen ein Klima der Offenheit zu pflegen, damit jederzeit Fragen gestellt werden können. Schwierig kann es für Erwachsene werden, wenn die Söhne und Töchter unmissverständlich den Gesprächsabbruch signalisieren. Das tönte dann so: «Mum, ich has im Griff» oder «Hei, so genau wollte ich das nicht wissen».

Mütter fühlen sich gegenüber ihren Söhnen unsicherer als bei Töchtern. Sie blieben oft im Unklaren darüber, ob ihre etwas verschlossenen und sehr diskreten jungen Männer wirklich genug wissen. Das Gespräch mit den Töchtern scheint leichter und natürlicher zu sein.

Eine Möglichkeit für verunsicherte Mütter ist eventuell, die Aufklärung der Söhne dem Vater oder einer anderen männlichen Vertrauensperson zu überlassen. Vielleicht klappt es ja besser von Mann zu Mann. Oder man stellt den Jugendlichen geeignete Literatur zur Verfügung und weisst sie auf gute Internetplattformen hin. Denn Reden ist nun mal wirklich nicht jedermanns Sache! Lassen Sie Ihren Sohn damit aber nicht allein, signalisieren Sie, dass er jederzeit mit Fragen zu Ihnen kommen kann. Erklären Sie ihm, weshalb Sie diesen Weg wählen.

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Foto: © Esther Stosch / pixelio.de
Autorin und Redaktion: Katharina Rederer
Quelle
  • «Drogistenstern»