Der Sanguiniker

Die Gefühlswelt eines Sanguinikers ist ausgeprägt und sehr lebendig. Er reagiert stark und schnell auf psychische Reize. Er vergisst aber auch schnell, ist also nicht nachtragend und ist nach Ärger rasch wieder zufrieden.

Gemäss der Humoralpathologie, besser bekannt als die Vier-Elementen-Lehre, lassen sie die Menschen grob in vier Charaktere unterteilen: es gibt den Choleriker, den Melancholiker, den Phlegmatiker und den Sanguiniker. Die vier Gemütsmuster weisen je typische Stärken und Schwächen auf, die es auszugleichen gilt. Positives wie Negatives beziehen sich sowohl auf das Verhalten wie auf die Gesundheit.

Kurz und heftig

Beim Sanguiniker verlaufen Krankheiten akut, beispielsweise in kurzen Fieberschüben, doch sie sind auch schnell wieder verschwunden. Dieser Temperamentstyp sollte sich möglichst ausgewogen ernähren und die Grundzüge der sogenannten Diaita einhalten. Diaita heisst heute Diät, und bedeutet «Umstellung in der Einstellung».

Die Notwendigkeit zum Umstellen der Ernährungs- und Lebensweise wurde zu Zeiten Hippokrates viel weitreichender verstanden als heute. Diaita betraf nicht nur die gesunde, ausgeglichene Ernährung, sondern generell eine massvolle Art der Lebensführung. Das bedeutet, das Leben dem Rhythmus der Natur anzupassen, sich als Sanguiniker auch mal Ruhe und Entspannung im Wechsel mit körperlicher und geistiger Aktivität zu gönnen, sich regelmässig zu ernähren und zu schlafen.

Die Naturheilkunde geht heute davon aus, dass in jedem Menschen verschiedene Charaktere aufeinandertreffen. Die Grundidee der Vier-Elementen-Lehre fliesst in vielen Therapiemethoden als Erklärungsmuster für ein Beschwerden- oder Krankheitsbild mit ein.

Umfrage

Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker, Choleriker: Hilft es, die verschiedenen Charaktere zu kennen?

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Autorin: Ann Kugler
Redaktion: Katharina Rederer
Quellen
  • «Drogistenstern»

  • Christian Heimüller und Andreas Beutel: «Schüssler-Salze. Typgerechte Behandlung nach den vier Elementen», Südwest-Verlag, 2011

  • Christina Casagrande: «Praxis Spagyrik. Nach Alexander von Bernus», Haug Verlag, 2011