Schafgarbe, ein vielseitiges Kraut

Schafgarbe hilft gegen Verdauungsbeschwerden, gegen Frauenleiden und die bittere Pflanze regt auch den Appetit an.

Die Schafgarbe war schon im Altertum beliebt. Der fast unverwundbare Held der griechischen Mythologie Achilles heilte seine Wunden mit der Pflanze. Deshalb trägt sie auch den lateinischen Namen Achillea millefolium. «Millefolium» beschreibt die fein zerteilten Fiederblättchen der Pflanze (mille = tausend, folium = Blatt). Da Schafe das Kraut öfters fressen, wenn sie krank sind, entstand der Name «Schafgarbe».

Stark bei Verdauungsbeschwerden

Bekannt ist die Schafgarbe vor allem für ihre bittere Eigenschaft. Wenn Sie sie vor dem Essen zu sich nehmen, regt sie den Appetit an. Nach der Mahlzeit bewahrt sie Sie vor krampfartigen Verdauungsbeschwerden. Schafgarbe hilft zudem gegen Frauenbeschwerden aller Art. Ein altes Sprichwort besagt: «Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib.» Sie löst krampfartige Schmerzen während der Periode und reguliert den Menstruationszyklus.

Für die Arzneien verwendet man das ganze Kraut oder nur die Blüten. Der Schafgarbentee ist für die innere Anwendung der Klassiker schlechthin. Allerdings drängen sich auch Urtinkturen oder spagyrische Essenzen immer mehr in den Vordergrund. Für die äusserliche Anwendung empfehlen sich Aufgüsse, Wickel oder auch Bäder mit Schafgarbe.

Die Menge macht das Gift

Achtung: Sensible Personen oder Personen mit Überempfindlichkeit gegen Korbblüten können juckende und entzündliche Hautveränderungen mit Bläschenbildung bekommen. Sie sollten die Schafgarbe besser nicht anwenden.

Für die Allgemeinheit gilt: Die Menge macht das Gift. Überdosierungen mit Schafgarbe können zu Schwindel und Kopfweh führen. Wenn Sie sie aber gezielt und nach Empfehlung einsetzen, haben Sie für eine Menge von Beschwerden das passende Mittel parat. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.

Autorin: Nicole Blatter
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
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