Die Folgen einer Übersäuerung

Ein übersäuerter Körper wehrt sich und reagiert mit verschiedenen Beschwerden. Zu den Klassikern gehören Müdikeit, Rheuma oder Migräne.

«Wird eine Übersäuerung, das heisst ein Ungleichgewicht zwischen den sauren und basischen Stoffen im Körper nicht rechtzeitig korrigiert, hat dies erhebliche Auswirkungen auf unseren Gesundheitszustand», schreiben Guido P. Jutz, Dr. sc. nat. ETH, und Dr. med. Jean-Jacques Weidmann in ihrer Informationsbroschüre «Unser Säure-Basen-Haushalt - Das Zünglein an der Waage zwischen Wohlbefinden und Kranksein». Die Folge davon können eine ganze Reihe von gesundheitlichen Beschwerden sein - beispielsweise rheumatische Erkrankungen, Diabetes, Gicht, Osteoporose, chronische Bronchitis, Schlafstörungen, Müdigkeit, Migräne oder depressive Zustände.

Die therapeutischen Massnahmen gegen einer leichten Übersäuerung sind einfach und jeder und jede hat sie selber in der Hand: Eine ausgeglichene Ernährung und ausreichend Bewegung heissen die Schlüsselwörter. Wer darauf achtet, hat gute Chancen vorübergehende Säureüberlasten auf natürlichem Weg auszugleichen und ernsthaften Beschwerden und Krankheiten vorzubeugen.

Überschuss sorgt für Probleme

Folgende Formen von Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts sind bekannt:

Alkalose

Alkalose: Basenüberschuss

Fallen im Organismus zu viele Basen an, kommt es im Blut zu einem Basenüberschuss. Das heisst, der pH-Wert im Blut steigt über 7,45. Dies bezeichnet man als Alkalose. Die Anzeichen für eine Alkalose sind beispielsweise eine stark beschleunigte Atmung, Kribbeln und Zittern in den Händen, Muskelkrämpfe und Angstgefühle. Nur die Ernährung oder die Einnahme von Basenpräparaten kann jedoch niemals zu einer Alkalose führen. Ihre Ursache liegt anderswo, deshalb ist bei einer Alkalose die Konsultation eines Arztes zwingend.

Azidose

Azidose: Säurenüberschuss

Der pH-Wert des Blutes sinkt bei einer Azidose unter 7,37. Es kann aber wie bei der Alkalose vorkommen, dass der pH-Wert im Blut normal ist, aber die Werte der Puffersysteme erhöht oder erniedrigt sind. Die Folge sind meist Atemstörungen. In schweren Fällen kann eine Azidose zu Schwäche, Verwirrung bis hin zum Koma führen. Auch bei einer Azidose ist es wichtig, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Latente Azidose

Latente Azidose

Weit häufiger als eine schwere Azidose ist eine leichte Übersäuerung des Organismus, was auch als latente Azidose bezeichnet wird. Das heisst, die Säurelast im Organismus ist zu hoch, die Puffersysteme am Limit, der pH-Wert des Blutes ist jedoch normal. Hat man über Jahre eine zu hohe Säurebelastung, spricht man von einer chronisch-latenten Übersäuerung. Durch diese ständige Überbelastung kommt es zu gesundheitlichen Beschwerden.

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Autorin: Flavia Kunz und Katharina Rederer
Redaktion: Nadja Mühlemann und Katharina Rederer
Quellen
  • «Drogistenstern»

  • «d-inside»

  • Dr. sc. nat. ETH Guido P. Jutz, Dr. med. Jean-Jacques Weidmann: Unser Säure-Basen-Haushalt - Das Zünglein an der Waage zwischen Wohlbefinden und Kranksein»