Kartoffeln: Starke Knollen

Kartoffeln sind ausgesprochen vielfältig. Gschwellti enthalten am meisten Vitamine, Kartoffelstock am wenigsten. Gut schmecken sie beide.

Schon vor 2000 Jahren züchteten die Menschen in den Hochländern Südamerikas zahlreiche Kartoffelsorten. Die spanischen Eroberer entdeckten die Pflanze 1537 im Andendorf Sorocota und nutzten sie als Proviant für die Rückfahrt nach Spanien. dort wurde sie Mitte des 16. Jahrhunderts erstmals angebaut. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erkannte der preussische König Friedrich der Grosse den Wert der Kartoffel als Lebensmittel und ordnete ihren Anbau an. Sie wurde zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel.

Das steckt drin

Kartoffeln bestehen hauptsächlich aus Stärke (14,8 Prozent). Kartoffelstärke ist, anders als Getreidestärke, roh schlecht verdaulich. Sie sollten Kartoffeln also immer kochen. Dabei gehen allerdings Vitamine und Mineralstoffe verloren. Darum Kartoffeln am besten in der Schale in wenig Wasser möglichst kurz garen. Am besten ungeschält essen, da die Schale wertvolle Ballaststoffe enthält. Im Vergleich zu Gschwellten verlieren Salzkartoffeln bei der Zubereitung doppelt so viel Vitamin C und vier Mal so viel Vitamin B1. Beim schonenden Frittieren bleibt dagegen relativ viel Vitamin C erhalten. Am wenigsten Vitamine enthält Kartoffelstock.

Vorsicht: Alle oberirdischen Teile der Kartoffelpflanze sowie unreife Kartoffeln enthalten das giftige Alkaloid Solanin. Besonders viel davon ist in grünen Stellen der Kartoffel und in den Keimen, schneiden Sie diese vor dem Verzehr grosszügig weg. Kartoffeln haben übrigens rund fünf Mal weniger Kalorien als Reis und Nudeln.

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Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • «Der Brockhaus. Gesundheit», F. A. Brockhaus, 2004

  • Markus Grill, Ulrich Hauser, Nicole Heissmann, Martin Knobbe, Dorit Kowitz, Kuno Kruse, Werner Schmitz, Gerd Schuster, «Das grosse Ernährungsbuch», S. Fischer Verlag GmbH, 2005

  • Gesundheitstipp Ratgeber «Essen und trinken: Tipps für eine gesunde Ernährung», Puls Media AG, 2006