Hilfe gegen Knorpelabbau

Knorpelabbau ist schmerzhaft und schränkt die Mobilität ein. Mit richtig kombinierten Wirkstoffen können Sie einiges dagegen tun.

1,5 Millionen Menschen in der Schweiz haben rheumatische Beschwerden. Als Rheuma werden alle Erkrankungen an Gelenken und Knochen sowie Muskeln, Sehnen und Bänder bezeichnet. Insgesamt fasst Rheuma über 200 verschiedene Erkrankungen zusammen. Die häufigste Form ist das degenerative Rheuma, auch Arthrose oder Gelenkverschleiss genannt. Arthrose und entzündliche Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis zerstören den Gelenkknorpel.

Hilfreiches aus der Natur

Mit dem richtigen Verhalten und geeigneten Präparaten können Sie die Beschwerden eines Knorpelabbaus behandeln und nebst der Symptombekämpfung den Verlauf verlangsamen. Franziska Habegger-Widmer, diplomierte Drogistin HF: «Für die Ernährung des Knorpels ist vor allem die Kombination der Wirkstoffe wichtig. Es gibt viele Präparate, die eine ideale Mischung aus Antioxidantien, Kollagen, Glucosaminen, Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. Am besten lassen Sie sich in der Drogerie beraten.»

Bei Knorpelabbau rät Drogistin Habegger-Widmer zu:

Chondroitinsulfat

Chondroitinsulfat ist ein natürlicher Bestandteil der Proteoglykane, die zusammen mit den Kollagenfasern die Gelenkknorpelstruktur bilden. Es soll als Arzneimittel eingenommen schmerzlindernd, entzündungshemmend und immunmodulierend wirksam sein.

Glucosamin und Glucosaminsulfat

Glucosamin und Glucosaminsulfat gehören zur Gruppe der Aminozucker und schützen die Knorpelmasse besonders effizient. Sie sollen schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken und die Knorpelsubstanz schützen oder aufbauen.

Hagebutte

Hagebutte wird vor allem zur Schmerzlinderung eingesetzt. Das Pulver aus den Samen und Schalen der Früchte normalisiert bestimmte Funktionen der Leukozyten (weissen Blutkörperchen), die bei einer Arthrose zu Entzündungen und Gewebeschädigungen führen können. Studien weisen darauf hin, dass das Pulver antioxidativ und membranstabilisierend ist und dadurch den Aufbau und den Zerfall des Knorpelgewebes positiv beeinflusst.

Omega-Fettsäuren

Omega-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Teufelskralle

Der Teufelskralle werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben.

Vitamin C

Vitamin C verhindert Schmerzen bei Knochenkrankheiten und ist wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem sowie als Antioxidans gegen freie Radikale wirksam. Zudem unterstützt es die Kollagenbildung (elastisches Bindegewebe) in Haut, Blutgefässen und Knochen und hilft bei der Wundheilung.

Vitamin D

Vitamin D hat eine entzündungshemmende Wirkung.

Vitamin E

Vitamin E wirkt schmerz- und entzündungshemmend. Es unterstützt die Regeneration des entzündeten Gewebes.

Wallwurz

Wallwurz hilft äusserlich angewendet gegen Schmerzen.

Habegger-Widmer: «Alle diese Produkte sollten während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Auch bei Kindern sind sie nicht angebracht. Diese sind jedoch auch kaum von Knorpelproblemen betroffen. Wer gerinnungshemmende Medikamente, also Blutverdünner, einnehmen muss, sollte ebenfalls auf diese Wirkstoffe verzichten.»

Bei sehr starken, andauernden Schmerzen, die nicht bessern, schlechter werdender Beweglichkeit und Entzündungen sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Autorin: Ann Schärer
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»