Was tun bei Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist keine Erscheinung, die zum Sommer gehört wie Flip-Flops zum Strand. Achten Sie auf Ihre Haut – denn bereits ein einziger Sonnenbrand ist einer zu viel.

Von der Antike bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war eine blasse Haut «en vogue». Ob schöner oder nicht – eine gesündere Haut hatten die Menschen dadurch allemal. Mittlerweile ist gebräunte Haut zum Statussymbol geworden. So ist es zu erklären, dass sich das Ideal der «gesunden Bräune» hartnäckig hält. Die Haut wird jedoch nicht braun, damit wir schön aussehen. Das Bräunen ist vielmehr ein Schutzmechanismus. Treffen die ultravioletten Strahlen auf den Körper, produziert die Haut den Farbstoff Melanin. Seine hauptsächliche Aufgabe besteht darin, den Zellkern zu schützen.

Ab in den Schatten!

Wer zuviel UV-Strahlung abbekommt, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand, sondern auch Veränderungen im Erbgut der Haut. Sonnenbaden schädigt die Haut, beschleunigt die Faltenbildung und kann Krebs verursachen. Drogistin, Deborah Schöni: «Der beste Sonnenschutz ist, sich möglichst im Schatten aufzuhalten.» Wer dennoch nicht ganz auf die Sonne verzichten willl, sollte sich an die Vier-H-Regel halten: Hut, Hose, Hemd, hoher Lichtschutzfaktor.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Sollten Sie trotz aller Vorsicht erste Anzeichen eines Sonnenbrandes spüren, gilt als erstes: In den Schatten und betroffene Körperteile bedecken. Gehen Sie erst wieder in die Sonne, wenn der Sonnenbrand vollständig abgeklungen ist. Je nach Schweregrad kann dies bis zu einigen Tagen dauern. Helfen Sie Ihrer Haut, sich möglichst schnell wieder zu regenerieren:

  • Après-Sun-Sprays und Lotionen kühlen und gleichen leichte Rötungen aus.

  • Trinken Sie viel Wasser, damit sich die Flüssigkeitsspeicher der Haut wieder auffüllen können.

  • Obst wie Aprikosen, Honigmelonen und Beeren enthalten nebst Flüssigkeit auch Betacarotin, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Nährstoffe helfen gegen schädliche freie Radikale, die durch die UV-Strahlung entstehen.

  • Leichte Rötungen der Haut können mit einem homöopathischen Spray, etwa mit Ringelblume oder Sonnenhut, behandelt werden.

  • Bei mässigem Sonnenbrand ohne Blasenbildung helfen zudem lauwarme, feuchte Umschläge.

  • Feuchte Umschläge mit Essig, kalter Milch, Quark oder Joghurt kühlen die entzündete Haut und geben ihr Feuchtigkeit zurück. Eine kalte Dusche sorgt ebenfalls für Abkühlung.

Wann muss ich zum Arzt?

Wenn sich nach einem Sonnenbrand grossflächige Blasen bilden oder die Schmerzen zu heftig werden, ist ärztliche Hilfe nötig. Dies gilt auch bei Symptomen die auf einen Sonnenstich oder Hitzschlag hinweisen. Dies sind unter anderem Kopfschmerzen, Fieber, Benommenheit oder Übelkeit.

Foto: © Jörg Brinckheger / pixelio.de
Autoren: Christa Friedli, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann
Quellen
  • «Drogistenstern»