Fakten über den Jetlag

Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Schlafstörungen: Ein ordentlicher Jetlag kann einem das Reisen tüchtig erschweren. Eine grosse Zeitverschiebung ist für die innere Uhr kein Pappenstiel.

Licht und Dunkelheit – die zentralen Taktgeber beim Menschen - treten nach einem Langstreckenflug über mehrere Zeitzonen zu ungewohnten Zeiten auf. Die innere Uhr gerät dadurch aus dem Gleichgewicht: Müdigkeit, Hunger oder Harn- und Stuhldrang zu Unzeiten sind die Folge.

Auch Hormonproduktion und Körpertemperatur werden vom Jetlag beeinflusst. Die Zeitumstellung kann zu mannigfaltigen körperlichen und psychischen Beschwerden führen. Zusammengefasst werden die Beschwerden unter dem Begriff Jetlag, der sich aus den englischen Wörtern «jet» für Düsenflugzeug und «lag» für Zeitverschiebung zusammensetzt.

Nebst Schlafstörungen, Müdigkeit und Schwindel haben Passagiere nach Langstreckenflügen häufig auch mit verminderter Konzentrationsfähigkeit oder Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Manche leiden an Appetitlosigkeit oder Verdauungsbeschwerden.

Abgesehen vom Jetlag leiden auf Flügen auch Haut und Schleimhäute. Ab einer gewissen Flugdauer schmerzen bei vielen Passagieren zudem die Beine und die Thrombosegefahr steigt.

Ab fünf Stunden wird es kritisch

Nicht alle Reisenden reagieren gleich auf die Störung ihres Schlaf-Wach-Rhythmus. Ab einer Zeitverschiebung von fünf Stunden nehmen zwar die meisten Menschen Beschwerden wahr. Allerdings scheinen jüngere Passagiere zu stärkeren Symptomen zu neigen.

Auch die Flugrichtung hat einen Einfluss auf den Jetlag. So wird dieser nach einer Reise in Richtung Osten häufig stärker empfunden. Fliegt man nämlich nach Osten, hat man das Gefühl, früher aufstehen zu müssen. Der Takt der inneren Uhr wird verkürzt. Ein Flug nach Westen hingegen entspricht längerem Aufbleiben. Dies fällt den meisten Menschen leichter, weil die innere Uhr nicht genau im 24-Stunden-Takt läuft, sondern mit etwas längeren Taktphasen.

Die innere Uhr ist ausserdem eher träge. Deshalb braucht sie eine Weile, um sich an die neue Ortszeit zu gewöhnen. Je nach Grösse des Zeitunterschieds und nach individueller Ausprägung des Jetlags dauert die Erholungsphase zwischen vier und 14 Tagen. Eine Faustregel lautet: Pro Stunde Zeitverschiebung dauert die Anpassung einen Tag.

Wer die Spitzen der Jetlagsymptome brechen will, kann aber so einiges tun, um vorzubeugen.

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Autorin und Redaktion: Franziska Linder
Quellen