Galenik

Tabletten, Kapseln, Tropfen & Co.

Jedes Medikament hat eine bestimmte sogenannte galenische Form. Und das hat gute Gründe.

Medikamente können in verschiedenen Formen (Applikations- oder Arzneiformen) vorliegen: flüssig (Sirup, Tinktur, Tee), fest (Tablette, Pulver, Brausetablette) oder halbfest (Emulsion, Salbe, Globuli). Dazu kommen Pflaster, Sprays oder Inhalationsmittel. Manche Arzneimittel werden äusserlich (topisch) angewendet, wie zum Beispiel eine Salbe, andere innerlich (oral), wie etwa eine Tablette.

Auf die Form kommt es an

Neben dem enthaltenen Wirkstoff oder Wirkstoffgemisch, das für die Wirksamkeit jedes Arzneimittels zentral ist, kommt auch der Arzneiform eine entscheidende Bedeutung zu. Sie kann zum Beispiel beeinflussen, wie ein Arzneistoff wirkt, indem sie dafür sorgt, dass ein Medikament möglichst langsam vom Körper aufgenommen wird, etwa durch einen speziellen Überzug. Oder es gibt Kapseln, die sich nicht im Magen, sondern erst im Dünndarm auflösen, um dort ihre volle Wirkung zu entfalten. Von Schmerzmitteln beispielsweise gibt es verschiedene Formen wie Tabletten oder Zäpfchen, die je nach Zustand des Patienten besser oder schlechter geeignet sind. Hat jemand zum Beispiel starken Brechreiz, ist eher ein Zäpfchen angezeigt, weil er eine Tablette wahrscheinlich nicht im Magen behalten kann.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber
Quellen
  • Bernhard Kunz: «Pharmakologie/Pathophysiologie 1/6. Lehrmittel Drogistin/Drogist », Careum-Verlag, 2012

  • Hartmut Derendorf, Ralf Wemhöner, Heike Steen, Anne Julia Schrank: «Arzneimittelkunde», Deutscher Apotheker Verlag, 2011