Erste Hilfe bei Nasenbluten

Nasenbluten ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen unproblematisch. Wichtig ist: Neigen Sie den Kopf nach vorne, nicht nach hinten.

Die meisten Menschen haben in ihrem Leben zumindest einmal Nasenbluten. Oft sind starkes Schnäuzen, heftiges Niesen oder Nasenbohren die Ursache. Aber auch ein Schlag auf die Nase oder Fremdkörper in der Nase können Blutungen auslösen. Trockene Schleimhäute, etwa nach einer Erkältung oder in den Wintermonaten wegen der warmen Heizungsluft, erhöhen die Anfälligkeit.

Kopf nach vorne neigen

Wenn die Nase blutet, sollten Drogist Andrea Ullius: «Sie sich hinsetzen und den Kopf leicht nach vorne neigen. Schlucken Sie das Blut nicht, es könnte Übelkeit und Erbrechen verursachen. Wenn Sie blutstillende Watte haben, können Sie diese zusätzlich in die Nasenlöcher stopfen, um die Blutung zu stoppen.» Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten. Drücken Sie ausserdem die Nasenflügel 10 bis 20 Minuten mit Zeigefinger und Daumen fest zusammen. Sie können dazu einen kalten Umschlag in den Nacken legen, etwa ein feuchtes Handtuch. Das verengt die kleinen Blutgefässe in der Nase, was die Blutung eindämmt.

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Einen Arzt sollten Sie aufsuchen wenn:

  • Ihre Nase nach 15 bis 20 Minuten immer noch blutet.

  • der Blutverlust grösser als ein halber Liter ist.

  • die Blutung auf beiden Seiten auftritt.

  • Sie mehrmals am Tag mehrere Tage hintereinander Nasenbluten haben.

  • Sie nach einem Unfall Nasenbluten haben.

  • Sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

Vor- und Nachbehandlung

«Um Ihre Nasenschleimhaut zu befeuchten und so Nasenbluten vorzubeugen, können Sie eine Nasensalbe verwenden», rät Ullius. Und wenn die Nase doch einmal geblutet hat können Sie, «zur Reinigung einen Meersalzspray oder eine Nasendusche einsetzen. Das spült zudem die Kruste weg». Meerwasserspülungen sollten Sie zwei- bis dreimal täglich anwenden, tägliche Nasenduschen mit Salzspülungen stärken die Nasenschleimhäute zusätzlich.

Sorgen Sie ausserdem dafür, dass Ihre Wohnung gut gelüftet ist. Lüften Sie mehrmals am Tag, dafür nur kurz. Das ist vor allem im Winter nötig. Luftbefeuchter können gegen trockene Raumluft ebenfalls hilfreich sein. Und vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken: 1,5 bis 2 Liter Mineralwasser oder ungesüssten Tee pro Tag.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • HNO Center Luzern

  • Kantonsspital Olten

  • Swissmom