Zucker – das weisse Gold

Kristallzucker, Rohrzucker, Kandiszucker, Hagelzucker… Zucker versüsst uns das Leben ganz schön.

Zucker ist nicht gleich Zucker. Schmeckt Kristallzucker im Mund relativ unspektakulär, sorgt der malzige Geschmack von Kandiszucker bei vielen Speisen und Getränken für das gewisse Etwas.

Rohrzucker

Rohrzucker wird aus Zuckerrohr gewonnen. Von allen Zuckersorten weisst der ungereinigte braune Rohrzucker am meisten Mineralstoffe und Vitamine auf. Die Mengen sind aber so gering, dass keine höhere Nahrungsmittelqualität gegeben ist. Rohrzucker zeichnet sich durch eine leicht bräunliche Farbe und einen karamelligen Geschmack aus. Er wird zum Backen von dunklen Kuchen wie Nusskuchen, zum Süssen von Kaffee oder zum Dekorieren von Cocktails wie Caipirinha gebraucht.

Der Unterschied zwischen Vollrohrzucker und Rohrohzucker besteht darin, dass der Zuckerrohrsaft durch die Zugabe von kleinen Zuckerkristallen zur Kristallisation angeregt wird. Der auskristallisierte Zucker wird dann gereinigt und es entsteht der Rohrohrzucker. Dadurch erhält er eine hellere Farbe und ist geschmacklich milder einzustufen als Vollrohrzucker. Rohrohrzucker eignet sich überall da, wo eine milde Süsse gewünscht ist, die den Geschmack der anderen Zutaten nicht überdeckt.

Fruchtzucker

Fruchtzucker kommt in der Natur vor allem in Früchten und Honig vor. Da er den Blutzuckerspiegel nicht so ansteigen lässt, wie Kristallzucker, wird er von Diabetikern oft zum Süssen von Lebensmitteln verwendet. Fruchtzucker klingt zwar gesünder als Kristallzucker, ist es aber nicht. Da Fruchtzucker zu keinem Sättigungsgefühl führt, besteht die Gefahr tendenziell mehr zu verzehren, als dies bei einem mit einem Produkt mit Kristallzucker der Fall wäre.

So verlockend Zucker und seine Alternativen auch sein mögen, im Übermass genossen kann er gesundheitliche Probleme wie Karies, Übergewicht und Diabetes 2 verursachen. Längst hat die Nahrungsmittelindustrie andere Angebote entwickelt, um das Zuckerproblem, bzw. die damit verbundenen Risiken zu entschärfen – beispielsweise Zuckeraustauschstoffe.

Autoren: Flavia Kunz, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann
Quellen