Trinkwasser ist kostbar

Sauberes Wasser ist in der Schweiz längst eine Selbstverständlichkeit. Doch damit das Wasser jederzeit und überall aus dem Hahn sprudeln kann, ist ein riesiger Aufwand nötig.

Ganz egal ob zum Duschen, Putzen oder Trinken. Ein Handgriff genügt und das Leitungswasser fliesst aus dem Hahn. Schweizer Haushalte verbrauchen immer weniger Wasser: Nach den letzten Messungen 2015 sind es pro Person und Tag 142 Liter. Das sind 20 Liter weniger als noch vor knapp 20 Jahren.

Pro Jahr werden in der Schweiz zirka eine Milliarde Kubikmeter Trinkwasser gefördert. Obwohl diese Menge in etwa dem gesamten Inhalt des Bielersees entspricht, sind dies nur knapp 2 Prozent der jährlichen Niederschlagsmenge. Die rund 3000 Wasserversorger in der Schweiz «schöpfen» das kostbare Nass aus drei natürlichen Ressourcen.

Quellwasser

Vor allem im Voralpen- und Alpengebiet sowie im Jura wird der Trinkwasserbedarf zu 40 Prozent durch Quellwasser gedeckt. Das Prinzip einer Quellwasserfassung ist einfach: Regen fällt auf die Erde, die das Wasser wie ein Schwamm aufnimmt. Es sickert mehrere Meter tief in den Boden, wird durch die verschiedenen Erdschichten gereinigt und fliesst schliesslich in die sogenannte Brunnenstube. Dort angelangt wird das Quellwasser erneut gereinigt und in ein Reservoir geleitet.

Grundwasser

In der Erdrinde befinden sich Hohlräume, die sich mit natürlichem Grundwasser füllen. Vor allem im Schweizer Mittelland lagerten sich vor tausenden von Jahren grosse Kies- und Schottermassen ab. Der Porenraum dieses Materials bildet ein gewaltiges Speichervolumen, das mit rund 56 Milliarden Kubikmeter Wasser gefüllt ist. Knapp 40 Prozent des gesamtschweizerischen Wasserbedarfs wird mit Grundwasser abgedeckt. Im Gegensatz zu Quellwasser muss Grundwasser and die Erdoberfläche hinauf gepumpt werden. Wird mehr Grundwasser gefördert, als nachfliessen kann, sind Absenkungen und Vegetationsveränderungen die Folge.

See- und Flusswasser

Alleine durch Grund- und Quellwasser lässt sich der Wasserverbrauch in der Schweiz nicht decken. So werden rund 20 Prozent aus See- und Flusswasser gewonnen. In der Schweiz sorgen rund 30 Seewasserwerke für die benötigte Menge Trinkwasser.

Was die Qualität des Schweizer Trinkwassers angeht, bekommt dieses gemäss Auskunft des Schweizerischen Vereins des Gas und Wasserfaches (SVGW) durchwegs gute Noten. Hier finden Sie Informationen zu Qualität und Aufbereitung des Wassers.

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Autor und Redaktion: Didier Buchmann
Quellen