Zahnbürsten

Auf die Zahnbürste kommt es an

Schallzahnbürsten, Ultraschallzahnbürsten? Was auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen nach «Raumschiff Enterprise» tönt, ist alles andere als Science-Fiction. Im Gegenteil. «Gerade Schallzahnbürsten sind für alle geeignet », sagt der diplomierte Drogist Markus Kaufmann. «Elektrische Bürsten reinigen und massieren viel besser als jede Handzahnbürste.» Einzige Knackpunkte: Gerade Ultraschallgeräte sind ziemlich gross, relativ laut, und es braucht ein bisschen Übung, um sie korrekt anzuwenden.

Die Handzahnbürste

«Wer wegen der einfacheren Handhabung lieber von Hand putzt, sollte darauf achten, eine Bürste mit möglichst vielen Borsten zu kaufen», rät Kaufmann. «Bürsten mit vielen Borsten reinigen die Zähne und massieren das Zahnfleisch viel besser als solche mit wenigen Borsten.»

Kaufen Sie ausserdem Bürsten mit Borsten aus Kunststoff, denn Naturborsten sind wahre Nährböden für Bakterien und darum unhygienisch. Gut ist auch, wenn die Borsten an den Enden abgerundet sind, das schont Zahn und Zahnfleisch. Auf die Grösse der Bürste kommt es hingegen nur bei Kindern an, für Erwachsene gilt: Probieren Sie aus, was Ihnen am besten in der Hand, respektive im Mund liegt.

Damit Sie mit einer Handzahnbürste ein sauberes Ergebnis erreichen, ist es entscheidend, dass Sie richtig putzen. «Das bedeutet vor allem, nicht zu oft zu putzen. Wir haben in der Schweiz immer weniger Fälle von Karies. Dafür haben sehr viele Menschen Probleme mit dem Zahnfleisch. Das liegt daran, dass viele ihre Zähne öfter als zweimal am Tag putzen.» Wer ausserdem noch mit sehr viel Druck mit der Bürste grob im Mund hin und her schrubbt, schädigt das Zahnfleisch und legt unter Umständen die Zahnhälse frei. «Machen Sie beim Putzen sanfte kreisende Bewegungen während zwei bis drei Minuten. Länger putzen sollten Sie Ihre Zähne nicht, um keinen Schaden anzurichten.»

Elektrische Zahnbürsten

Elektrozahnbürsten reinigen besser als Handzahnbürsten. Das beweisen verschiedene Tests. Aber Achtung! Das bedeutet nicht, dass Sie für die Zahnreinigung weniger Zeit oder Sorgfalt aufwenden sollten, als wenn Sie von Hand bürsten. Auch mit einer elektrischen Zahnbürste dauert eine gute Zahnreinigung zwei bis drei Minuten.

Es gibt drei Arten von elektrischen Zahnbürsten:

  • Oszillierende elektrische Zahnbürsten: Oszillierend-rotierende Zahnbürsten haben einen kleinen runden Bürstenkopf. Sie entfernen Zahnbelag durch Pulsationen und Rotationen. Die Pulsationen lockern die Plaque, die Rotationen wischen sie weg. Dabei wird die Bürste einfach von Zahn zu Zahn geführt, ohne dass Sie mitputzen müssen. Aber Vorsicht. Wer eine Zahnbürste falsch verwendet, etwa mit zu viel Druck, kann das Zahnfleisch oder sogar den Zahn beschädigen. Manche Modelle haben daher praktischerweise eine Funktion, die vor zu festem Druck aufs Zahnfleisch mit einem roten Licht warnt.

  • Schallzahnbürsten: Bei diesen elektrischen Bürsten vibriert der Kopf sehr schnell, je nach Modell mit etwa 30'000 Schwingungen pro Minute. Schallzahnbürsten entfernen Zahnbelag sehr effektiv. Ausserdem fördern sie die Durchblutung des Zahnfleisches. Schallzahnbürsten haben keinen Elektromotor, sondern funktionieren mit einem Schallerzeuger, der Schwingungen auf den Bürstenkopf überträgt.

  • Ultraschallbürsten: Noch ein bisschen mehr «Raumschiff-Enterprise»-Feeling kommt bei den modernen Ultraschallbürsten auf. Sie haben eine Frequenz von bis zu 1,5 Millionen Hertz und schwingen rund 1,6 Millionen Mal pro Sekunde. Diese Bürsten funktionieren nur mit einer speziellen Zahnpasta. Die Bürsten versetzen die Flüssigkeit im Mund in Schwingungen und erzeugen zusammen mit der Zahnpasta Blasen. Wenn diese platzen, werden die Zähne gereinigt. Ultraschallzahnbürsten putzen also nicht mehr mechanisch. Da die Zähne nicht durch Bewegung der Bürste gereinigt werden, gibt es kein Risiko, Zahnfleisch oder Zähne zu verletzen. Ausserdem reinigt eine Ultraschallzahnbürste auch an schlecht zugänglichen Orten im Mund noch gut.

Tipps zu Kauf und Pflege

Es gibt verschiedenste Produkte in unterschiedlichen Preisklassen. Günstige Modelle elektrischer Zahnbürsten bekommen Sie bereits ab 100 Franken. Am besten lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten. Kaufmann rät grundsätzlich: «Achten Sie darauf, dass der Akku möglichst lange hält, und erkundigen Sie sich, welche Funktionen die Bürste hat. Ausserdem ist es wichtig, dass sie Ihnen gut in der Hand liegt. Und schliesslich sollten Sie testen, ob das Gerät Ihnen nicht zu laut ist.»

In der Pflege sind Elektrozahnbürsten nicht aufwendiger als Handzahnbürsten. Spülen Sie sie nach dem Gebrauch mit Wasser ab und lassen Sie sie an der Luft trocknen. Sie müssen sie regelmässig aufladen. Wenn Sie die Bürste einmal am Tag brauchen, sollte eine Akkuladung jedoch drei bis vier Wochen halten.

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Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»