Trockenshampoo

Sauber gesprayt

Die Haare waschen und föhnen braucht – insbesondere bei langem Haar – seine Zeit. Eine gute Alternative sind Trockenshampoos.

Manchmal muss es einfach schnell gehen: Eigentlich würde man gerne noch die Haare waschen, weil ein fettiger Haaransatz stört, man fühlt sich nicht richtig wohl in seiner (Kopf)haut. In solchen Momenten ist der Griff zum Trockenshampoo ein Segen, weil es im Nu dem Haar einen feinen Duft verleiht und es von Talg und Schmutzpartikeln befreit.

So funktionierts

Es richtig anzuwenden, sei aber für ein gutes Ergebnis entscheidend, sagt Priscilla Henriques, dipl. Drogistin HF. «Wichtig ist, einen Abstand von circa 30 Zentimeter einzuhalten, wenn man das Trockenshampoo auf den Haaransatz sprüht», sagt sie. So kann sich ein ganz feines Pulver auf dem Haar verteilen. Anschliessend lässt man das Trockenshampoo je nach Fettigkeitsgrad zwischen zwei und fünf Minuten einwirken und bürstet dann das Haar gut aus. «Wir raten zu Bürsten mit Wildschweinborsten, da sie die Schmutzpartikel und den Talg am Haaransatz gut entfernen», sagt Priscilla Henriques.

Da das Haar durch eine Bürste zusätzlich gereizt und aufgeraut werden könnte, ist es vor allem bei sehr lockigem Haar sinnvoller, mit den Fingern zu arbeiten. Das Trockenshampoo wie gewohnt aufsprühen, einige Minuten einwirken lassen und dann entweder mit den Fingern oder mit einem feuchten Handtuch entfernen.

Stark gegen Talg

Schon viele ihrer Kundinnen hätten dank des Trockenshampoos eine übermässige Talgproduktion und einen stets fettenden Haaransatz in den Griff bekommen, erzählt Priscilla Henriques. «Vor allem von Mädchen im Teenageralter haben wir positive Rückmeldungen. In der Pubertät spielen die Hormone verrückt und die Talgproduktion läuft auf Hochtouren.» Ihnen rät die Drogistin, pro Woche nur zwei- bis dreimal die Haare zu waschen und an den anderen Tagen mit einem Trockenshampoo zu arbeiten. «Die Haare mit warmem bis heissem Wasser zu waschen, entzieht ihm immer auch Nährstoffe, das Föhnen strapaziert es zusätzlich.» Mit einem Trockenshampoo, das zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet wird, kann eine überschüssige Talgproduktion auf schonende Weise reguliert werden.

Ausserdem ist da ein erfrischender Duft, der bei korrekter Anwendung das Haar aufwertet. «Schlechte Gerüche werden gebunden und ausgebürstet. So hat man nach der Anwendung nicht nur einen schönen Glanz auf dem Haar, sondern es duftet auch wieder fein.»

Trockenshampoos gibt es für alle möglichen Kopfhaut- und Haartypen, auch für juckende oder schuppige Haare. Auch getönte Trockenshampoos sind auf dem Markt. Wobei es sich lohnt, auf hochwertige und milde Inhaltsstoffe zu achten.

Haben Sie schon einmal Trockenshampoo ausprobiert?

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Autorin: Denise Muchenberger
Redaktion: Bettina Epper
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber
Quellen
  • Drogistenstern

  • Drogistin HF Priscilla Henriques