Stillen und Sonnenschutz

UV-Filter-Substanzen aus Sonnencremes können in die Muttermilch gelangen. Doch das Bundesamt für Gesundheit sieht keine gesundheitliche Gefährdung des Säuglings.

Untersuchungen haben ergeben, dass Substanzen aus Sonnenschutzmitteln über die Haut in den Körper gelangen und in der Muttermilch nachgewiesen werden können. Dabei handelt es sich um jene Substanzen, die als UV-Filter wirken.

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Website schreibt, ist die nachgewiesene Konzentration allerdings so gering, «dass nach heutigem Wissensstand eine gesundheitliche Gefährdung des Säuglings unwahrscheinlich erscheint». Das BAG kommt zum Schluss: «Die Vorteile des Stillens während der ersten sechs Lebensmonate und der Schutz der Mutter vor einem Sonnenbrand überwiegen die mögliche Risiken von UV-Filtern in der Muttermilch.» Und ein konsequenter Sonnenschutz ist wichtig: Die Schweiz gehört weltweit zu jenen zehn Ländern, die an der Spitze stehen, was die Häufigkeit von sonnenbedingtem Hautkrebserkrankung angeht.

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Ein guter Schutz ist daher unabdingbar und das heisst: Um ein hohes Schutzniveau zu erreichen, müssen Sonnenschutzmittel eine ausreichende Wirkung gegen UVB- und UVA-Strahlung aufweisen. Hierfür gibt es organische (oder chemische) und mineralische (oder physikalische) UV-Filter. Diese werden häufig in Mischungen eingesetzt, um einen breiten Schutz zu garantieren. Im übrigen sind die erprobten Sonnenschutzregeln zu beachten.

Den Schatten aufsuchen

In der Schwangerschaft und Stillzeit empfiehlt es sich zudem, sich der Sonne nur massvoll auszusetzen, damit möglichst wenig Sonnencreme nötig ist. Und: Kleinkinder unter einem Jahr gehören in den Schatten, nicht an die Sonne.

Autorin und Redaktion: Katharina Rederer
Quelle
  • Bundesamt für Gesundheit (BAG)