Raucherkrankheit COPD

Rund 400'000 Menschen in der Schweiz leiden an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD. Eine unheilbare Krankheit, die meist durch Rauchen verursacht wird. Früherkennung zahlt sich aus!

COPD stammt aus dem Englischen und steht für «Chronic Obstructive Pulmonary Disease». Diese Lungenkrankheit entwickelt sich schleichend und bleibt meist lange Zeit unbemerkt. COPD kann grundsätzlich alle Treffen. Am häufigsten wird die Krankheit jedoch bei Raucherinnen und Rauchern zwischen dem 40. und dem 55. Lebensjahr entdeckt. Typisch für COPD sind die so «AHA-Symptome»: Auswurf, Husten, Atemnot.

Auswurf

Erkrankte Lungen produzieren mehr Schleim als gesunde. Über Jahre eingeatmete Schadstoffe lähmen oder zerstören die Flimmerhärchen der Atemwege, sodass diese den Schleim nicht mehr aus den Lungen befördern. Der zähflüssige Schleim muss durch Husten «ausgeworfen» werden.

Husten

COPD-Betroffene husten vor allem am Morgen. Meist haben sie sich an diesen täglichen Husten gewöhnt und stören sich nicht daran. Erst bei einer Erkältung oder einer Atemwegsinfektion gehen sie zum Arzt oder zur Ärztin.

Atemnot

Atemnot ist die schlimmste Folge von COPD. Der zähe Schleim und die chronische Entzündung verengen die Atemwege (Obstruktion), was sich so anfühlt, als amte man durch ein Röhrli. Hat der oder die Betroffene ein so genanntes Lungenemphysem – eine Überblähung der Lunge – ist die Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft in das Blut zusätzlich behindert. In der Folge sind die Betroffenen körperlich weniger belastbar: Erst spüren sie bei grösseren Anstrengungen Atemnot, bei fortgeschrittener Krankheit treten Atembeschwerden schon im Ruhezustand auf.

Lungenfunktionstest

Zeigen Raucherinnen und Raucher über 45 die genannten Symptome, ist die Diagnose COPD wahrscheinlich. Um Asthma auszuschliessen, bedarf es einer ärztlichen Abklärung. Eine körperliche Untersuchung, das Abhören der Lunge und die Interpretation von Röntgenbildern können zur Vermutungsdiagnose COPD beitragen. Die wichtigste Methode zur Diagnose ist jedoch die Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie). Diese lässt sich einfach, schmerzfrei und innerhalb weniger Minuten durchführen. Sie misst, wie gut jemand atmen kann und weist obstruktive Lungenkrankheiten nach. Blaue Lippen oder Fingerspitzen können auf eine Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff durch eine COPD hindeuten. In diesem Fall ist eine Blutuntersuchung zur Messung von Sauerstoff und Kohlendioxid durch eine Lungenfachärztin angezeigt.

Behandlung von COPD

COPD wird fast immer durch das Einatmen von Schadstoffen über eine lange Zeit verursacht. Sind die Schleimhäute der Atemwege und die Lungenbläschen durch diese Dauerbelastung geschädigt, kommt es zu den typischen Symptomen. COPD ist nicht heilbar. Darum ist ein frühzeitiges Erkennen sehr wichtig, um die Beschwerden längerfristig in Schach zu halten. Die erste Massnahme für Raucher ist der sofortige Rauchstopp. Nur so kann die weitere Zerstörung der Lunge aufgehalten werden.

Weiter helfen atemwegserweiternde Medikamente die Beschwerden und die Atemnot bei körperlicher Anstrengung zu lindern. Meist werden diese einmal oder mehrmals pro Tag inhaliert. Diese Behandlung verhilft zu einer verbesserten Lungenfunktion, zu grösserer Leistungsfähigkeit und steigert so die Lebensqualität. In fortgeschrittenen Stadien wird die Entzündung in den Bronchien mit inhalierbaren Kortisonpräparaten behandelt. Bei fortgeschrittener COPD mit dauerndem Sauerstoffmangel brauchen die Betroffenen eine Sauerstoff-Heimtherapie. Patienten erhalten über eine Nasenbrille mindestens 16 Stunden pro Tag aus einem Konzentrator oder aus einem Behälter Flüssigsauerstoff. In besonders schweren Fällen muss ein chirurgischer Eingriff bis hin zu einer Lungentransplantation in Erwägung gezogen werden.

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Redaktion: Didier Buchmann