Hilfe bei Durchfall

Leiden Säuglinge und Kleinkinder an Durchfall, kann es zu einem gefährlichen Flüssigkeitsverlust kommen. Deshalb ist bei Durchfall viel trinken angesagt.

Wenn Ihr Kind unter Durchfall leidet, müssen Sie nicht direkt zur Tablette greifen. Das Ausscheiden der Giftstoffe hat eine selbstreinigende Wirkung auf den Körper. Handelt es sich nur um einen oder zwei dünne Stühle pro Tag, normalisiert sich der Darm meist innert kurzer Zeit. Eine besorgniserregende Darmstörung kann weitgehend ausgeschlossen werden. Ist der Durchfall heftig und dauert länger an, sollten Sie nicht länger zuwarten und einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin aufsuchen. Ein Arztbesuch ist ebenfalls angezeigt, wenn Ihr Kind blutige Durchfälle hat, alles, was es trinkt, erbricht, hohes Fieber sowie Krämpfe und Koliken hat.

Dehydrationsgefahr

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf den Flüssigkeitsverlust Ihres Kindes richten. Durch das Verhältnis von Körperoberfläche und Gewicht sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder gefährdet, innerlich rasch auszutrocknen – in der Fachsprache dehydrieren genannt. Anzeichen dafür sind Mundtrockenheit, Schwindel, Ringe unter den Augen, dunkler Urin, Schläfrigkeit und zunehmende Teilnahmslosigkeit. Lassen Sie Ihr Kind Kamillen- und Fencheltee trinken. Dies kompensiert den Flüssigkeitsverlust und beruhigt die Verdauung. Der Verlust an Mineralsalzen kann mit einer Prise Salz und etwas Zucker ausgeglichen werden.

Vor allem für Babys lohnt es sich, eine fixfertige Trinklösung – eine Rehydratationslösung zur Verbeugung der Austrockung – in der Drogerie zu beziehen.

Schonkost

Zu vermeiden sind Milch und Milchprodukte, weil diese den Durchfall verschlimmern können. Die Ausnahme bildet die Muttermilch: Babys, die gestillt werden, am besten einfach weiterstillen. Eventuell sogar etwas häufiger als gewöhnlich anlegen.

Achten Sie bei älteren Kindern auch darauf, dass der Darm nicht zusätzlich mit blähenden Nahrungsmitteln wie rohem Gemüse belastet wird. Geben Sie dem kleinen Patienten stattdessen ungeschälte, geriebene Äpfel, Bananen, Haferschleim, Reisschleim oder Rüeblibrei. Bei Durchfall, der von Bauchschmerzen begleitet ist, tun zudem eine Bettflasche oder ein Wickel gut. Auch die Homöopathie kann den Heilungsverlauf bei Magen-Darm-Störungen unterstützen. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.

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Quellen
  • «Drogistenstern»

  • Dr. med. Heike Kovács: «Sanfte Behandlung von Kinderkrankheiten», Urania Verlag, 2007

  • Gisela Sommer «Kinderkrankheiten», Gondrom Verlag, 2005

  • www.medical-tribune.de
Autoren: Claudia Merki, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann und Franziska Linder