So regeneriert sich die Haut

Die Haut erneuert sich ein Leben lang etwa alle vier Wochen. Und sich kann sich selber heilen.

Um sich zu regenerieren, werden in der untersten Schicht der Oberhaut laufend neue Zellen gebildet, die die darüber liegenden nach oben schieben. Diese trocknen aus, verhornen und bilden die oberste Hautschicht. Dieser Vorgang dauert etwa vier Wochen.

Verletzungen heilen

Etwas komplizierter ist es, wenn die Haut verletzt ist: Zuerst schwemmt das austretende Blut Schmutz und Keime aus der Wunde. Dann ziehen sich die Blutgefässe zusammen, Blutplättchen (Thrombozyten) verklumpen und bilden einen Pfropf. Darauf verkleben Blutgerinnungsfaktoren (z. B. Fibrinogen) mit den Blutplättchen und stellen Fibrin her. Das ist ein Netz aus feinen Fasern, das die Wunde dauerhaft abdichtet. Das Blut gerinnt, die Wunde verschorft.

Bei kleinen Verletzungen, bei der die Keimschicht der Haut noch lebt, bildet sich nun durch Zellteilung neue Haut. Bei tieferen Wunden wächst von den Rändern her Bindegewebe nach, es bilden sich neue Blutgefässe und Kollagenfasern.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber
Quellen
  • Marion Grillparzer: «KörperWissen» Gräfe und Unzer Verlag, 2007

  • Yael Adler: «Hautkrankheiten», Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2012