Wieder tief schlafen

Gegen Schlafapnoe lässt sich mit verschiedenen Behandlungsformen etwas tun. Wichtig ist ein individuelles Therapiekonzept für jede Patientin und jeden Patienten.

Bei der Schlafapnoe gibt es verschiedene Behandlungsformen. Die am längsten erprobte und am meisten verbreitete, ist die sogenannte CPAP-Therapie. CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) bedeutet kontinuierliche nächtliche Überdruckbeatmung über eine Nasenmaske. Haben sich die Betroffenen einmal an das Tragen der Maske gewöhnt, fühlen sie sich bereits nach einigen Nächten ausgeruhter.

Schnarchspange

Die so genannte Schnarchspange ist eine weitere Möglichkeit, Schlafapnoe zu begegnen. Dabei werden für die Schlafzeit feine Drahtschlaufen in die Mundhöhle eingesetzt und so ein Verschliessen des Luftkanals hinter dem Gaumensegel und der Zunge verhindert. Das sichert einen widerstandsarmen Luftdurchlass im Schlafzustand und verhindert Atemunterbrüche und lärmerzeugende Vibrationen direkt am Entstehungsort.

Die Schnarchspange wurde vor einigen Jahren vom Berner Arthur Wyss erfunden. Sie ist weit weniger kostenintensiv und anwenderfreundlicher als die CPAP-Methode. Lange wurde die Methode in Fachkreisen kritisch beäugt oder gar ignoriert, da wissenschaftliche Daten fehlten. Jüngst publizierte das weltweit anerkannte Medizinjournal «Journal for Oto-Rhino-Laryngologia (ORL)» die erste Studie, die wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Methode liefert. Es konnte bewiesen werden, dass die Verwendung der Schnarchspange nicht nur gegen harmloses Schnarchen, sondern auch gegen krankhafte Atemunterbrüche im Schlaf hilft.

CPAP-Therapie

Bei der CPAP-Therapie wird mithilfe einer Nasenmaske für eine kontinuierliche Überdruckbeatmung gesorgt. Der leichte Überdruck verhindert das Einsetzen des Schnarchens. (Foto: © Lungenliga)

Schnarchspange

Die Schnarchspange verhindert ein Verschliessen des Luftkanals hinter dem Gaumensegel und der Zunge. (Foto: © velumount)

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind kieferorthopädische Apparaturen, die nachts wie Zahnspangen angelegt werden. Sie bewirken einen Vorschub des Unterkiefers, was im Rachen etwas mehr Platz schafft und somit ebenfalls den Atemwiderstand senkt. In Einzelfällen kann die Schlafapnoe auch mithilfe eines chirurgischen Eingriffs an Nasennebenhöhlen oder am Gaumensegel behandelt werden.

Entscheidend bei der Wahl der Therapieform ist, dass bei jedem Patienten ein individuelles Therapiekonzept entsprechend seinem Krankheitsbild erstellt wird. Unabhängig von der Art der Behandlung, sollten Übergewichtige Patienten versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren. Dies trägt ebenfalls zur Besserung der Schlafapnoe bei.

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Foto: © Rainer Sturm / pixelio.de
Autor und Redaktion: Didier Buchmann
Quellen
  • Lungenliga Schweiz

  • Studie «Therapy of Snoring and Obstructive Sleep Apnea Using the Velumount Palatal Device» von Prof. Kurt Tschopp.