Aktuelle Ozonwerte

Hohe Ozonwerte in der Luft können die Gesundheit beeinträchtigen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) publiziert tagesaktuelle Informationen zu den Ozonwerten in der Schweiz.

Augenbrennen und Reizungen der Schleimhäute oder Kratzen im Hals sind nur einige der Symptome die bei einer übermässigen Ozonkonzentration in der Luft auftreten können.

Das Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe (NABEL) sowie kantonale und städtische Messnetze geben laufend Auskunft über die aktuelle Belastung durch Ozon. Die Messwerte werden auf einer Ozonkarte stündlich aktualisiert. Die Ozonkonzentrationen von rund 90 Schweizer Messstationen werden von Mai bis September mit einem so genannten Interpolationsverfahren für die aktuelle Ozonkarte berechnet. Aufgrund dieses Verfahrens ist eine kleinräumige Interpretation allerdings nicht möglich. Das heisst, lokal können höhere oder tiefere Schadstoffkonzentrationen auftreten als auf der Ozonkarte angezeigt.

Grenzwert und Info an die Bevölkerung

Die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) toleriert jährlich nur eine einzige Überschreitung des Stundemittelwerts von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter (120 µg/m3). In den Sommermonaten wird dieser Wert immer noch häufig überschritten. Eine Mitteilung an die Medien zwecks Warnung der Bevölkerung erfolgt, sobald auf der Alpennordseite an mindestens drei Messstationen ein Ozonwert von 180 µg/m3 gemessen wird und aufgrund der Wetterprognosen für den Folgetag ebenfalls kritische Werte erwartet werden. In der Südschweiz erfolgt eine Mitteilung nur am ersten Tag einer Periode mit Werten über 180 µg/m3, falls solche an mindestens zwei Stationen gemessen werden. Diese Wert entspricht dem anderthalbfachen Ozon-Immissionsgrenzwert der schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung

SMS-Dienst

Aktuelle Luftqualitätsdaten können auch per SMS abgerufen werden. Informationen zu diesem kostpflichten Dienst sind auf ozon-info.ch beschrieben. Mehr Informationen zu Grenzwerten und damit verbundenen Beschwerden lesen Sie im Artikel «Sommersmog und seine Auswirkungen».

Autor und Redaktion: Didier Buchmann
Quellen
  • Bundesamt für Umwelt BAFU: «Sommersmog und Ozon»

  • ozon-info.ch der Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute Cercl’Air