So machen Sie Ihr Bad sicher

Ein bisschen Duschmittel in der Badewanne, ein unbedachter Schritt, und schon ist es passiert: ein Sturz. Das kann schlimme Folgen haben. Rüsten Sie Ihr Badezimmer auf.

Die meisten Unfälle passieren in der eigenen Wohnung. Das kann ganz schön gefährlich sein. Gerade bei Seniorinnen und Senioren ist das Risiko, sich bei einem Sturz erheblich zu verletzen, sehr gross. Die Zahlen lassen aufhorchen: Über 70 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge gehen auf Stürze zurück.

Ein besonders heikler Ort ist das Badezimmer, wo 10 Prozent aller Stürze passieren. Es ist feucht und rutschig und oft eng, so dass ein Sturz oft gravierende Folgen hat. Um Stürze im Bad zu vermeiden, genügen schon wenige einfache Massnahmen.

Achtung Gleitgefahr!

  • Legen Sie rutschfeste Unterlagen oder Gummimatten in Badewanne und Dusche.

  • Aufklebbare Antirutschstreifen (können Sie selber montieren) oder eine chemische Nachbehandlung (durch den Spezialisten) machen Böden rutschsicher.

  • Wischen Sie gründlich auf. Denn Wasserlachen, Körper- oder Duschöl in Dusche, Badewanne oder auf dem Boden sind gefährlich.

  • Auf kleinen Bodenplättli rutschen Sie weniger aus, da die vielen Fugen rutschhemmend wirken. Ausserdem bieten Fliesen mit rauer Oberfläche besseren Halt als glatte.

  • Verzichten Sie auf rutschige Teppiche oder legen Sie rutschfeste Unterlagen unter die Teppiche.

  • Räumen Sie auf. Lassen Sie keine Kleidungsstücke, Handtücher oder Ähnliches auf dem Boden liegen, über die Sie stolpern könnten.

Sicherer Halt

  • Montieren Sie Haltegriffe. Ideal ist ein grosser L-förmiger Griff. Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, damit die Griffe am richtigen Ort korrekt montiert sind.

  • Kaufen Sie sich einen rutschfesten, kippsicheren Plastikhocker, damit Sie beim Duschen sitzen können. Es gibt auch extra Klappsitze, die Sie an der Wand fest montieren können, in Mietwohnungen müssen Sie allerdings den Besitzer um Erlaubnis für die Montage bitten.

  • Dusche und Badewanne sind idealerweise ebenerdig. So können Sie sie betreten, ohne die Füsse anheben zu müssen. In Mietwohnungen sind solche Lösungen allerdings in der Regel schwierig umzusetzen.

  • Mit einem Badebrett können Sie sitzend in die Badewanne einsteigen oder im Sitzen duschen. Ein Badebrett können Sie auch in Mietwohnungen problemlos benutzen.

  • Mit einem Badelift können Sie bequem nach unten fahren und sich nach dem Bad wieder aus dem Wasser heben lassen. Badelifte können auch in Mietwohnungen eingesetzt werden.

  • Für kleine Menschen sind Badewannen oft zu lang. Hier hilft ein Wannenverkürzer, der den Füssen festen Halt bietet und Ihnen so ein sicheres Gefühl gibt. Wannenverkürzer eignen sich auch für Mietwohnungen.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • Broschüre «Selbständig zu Hause wohnen. Einfache Hilfen, die den Alltag erleichtern», Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich

  • Andreas Huber (Hrsg.), «Neues Wohnen in der zweiten Lebenshälfte», Birkhäuser Verlag, 2008

  • Kathrin Stäheli Haas «Wohnen im Alter. So fühlen Sie sich wohl. Privathaushalt, Heim und neue Wohnformen», Beobachter-Buchverlag, 2006

  • Stadt Winterthur