Abwehr von Krankeiten

Die Schleimhaut kurz erklärt

Schleimhäute helfen dem Körper, sich zu schützen.

Schleimhaut (Tunica mucosa, Mukosa) gibt es an verschiedenen Körperstellen: im Verdauungstrakt oder in Teilen der Geschlechtsorgane beispielsweise. Sie besteht aus einer Bindegewebsschicht und einem Deckgewebe (Epithel) mit Schleimdrüsen. Die Schleimschicht bietet Schutz vor Infektionen und schützt auch vor aggressiven Substanzen, zum Beispiel schützt die Magenschleimhaut den Magen vor der Salzsäure. Je nach ihrer Funktion sind die Schleimhäute unterschiedlich aufgebaut.

Atemwege

Der ganze Atemtrakt (ausser Rachen, Kehldeckel und Stimmbänder) ist von einer Schleimhaut bedeckt. Sie besteht aus dem «Flimmerepithel», das sind Millionen von Zellen mit beweglichen Härchen, den «Flimmerhärchen». Dazwischen liegen Becherzellen, die einen wässrigen, durchsichtigen Schleim bilden, der die Schleimhaut feucht hält. Kleine Teilchen wie Staub oder Viren bleiben darauf haften und werden von den Flimmerhärchen Richtung Rachen abtransportiert und dann verschluckt.

Trocknet die Schleimhaut aus, etwa durch trockene Heizungsluft oder zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, sind die Abwehrkräfte geschwächt, Viren wie beispielsweise Erkältungsviren oder Bakterien haben dann leichtes Spiel. Darum: Nur eine schleimige Schleimhaut ist eine gesunde Schleimhaut.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Wissenschaftliche Kontrolle: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber
Quellen
  • Karin Escher, Claudia Hörler, Julia Patzen-Tscharner: «Pharmakologie/Pathophysiologie», Lehrmittel Drogistin EFZ / Drogist EFZ, Careum Verlag, 2012

  • lungenaerzte-im-netz.de

  • «Der Brockhaus Gesundheit. Krankheiten erkennen, verstehen und heilen», F. A. Brockhaus GmbH, 2004