Schnupfen richtig behandeln

Wenn die Nase kitzelt und der Verbrauch an Taschentüchern ins Astronomische steigt, tobt der Kampf Mensch gegen Virus. Mit den richtigen Abwehrstrategien lassen sich Erkältung und Schnupfen behandeln.

Erkältungen mit Schnupfen suchen Erwachsene ein- bis zweimal pro Jahr heim. Kinder sind häufiger betroffen. Schuld daran können über 200 verschiedene Viren sein. Da Schnupfen also nicht gleich Schnupfen ist, lohnt sich eine Beratung in der Drogerie.

Damit die Nase gar nicht erst zu kitzeln beginnt, sollte man rechtzeitig das Immunsystem stärken, beispielsweise mit Echinacea oder Lebertran. Leichtes Spiel haben Erkältungsviren bei trockenen Schleimhäuten, weil dadurch die lokale Abwehr geschwächt ist. Deshalb loht es sich, die Nase zum Beispiel gut zu befeuchten. Eine Möglichkeit sind hypertonische Meersalzsprays, die das Austrocknen der Schleimhäute verhindern. Während der schlimmsten Schnupfentage können Sie mit einem schleimhautabschwellenden Spray nachhelfen. Nicht länger als drei Tage anwenden.

Schnupfen gezielt bekämpfen

Wer weiss, von welchem Schnupfen er geplagt wird, kann das Übel gezielt angehen:

Fliessschnupfen

Kennzeichen:

Laufende Nase, flüssiges Sekret.

Behandlung:

  • Homöopathie: Allium cepa, Ipecacuanha, Jodum, Kalium chloratum, Luffa

  • Schüssler Salze: Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum, Nr. 21 Zincum chloratum

Stockschnupfen

Kennzeichen:

Meist ein verschleppter Schnupfen, der in eine bakterielle Infektion übergegangen ist. Verstopfte Nase, zähes gelbes Sekret.

Behandlung:

  • Schüssler Salze: Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 12 Calcium sulfuricum

  • Homöopathie: Kalium bichromicum, Cinnabris, Luffa, Sambucus nigra, Sanguinaria

  • Ätherische Öle: Cajeput, Eukalyptus, Minze, Thymian

  • Ausserdem: Nasenspülungen mit Meersalzlösung

Bei Schnupfen helfen spagyrische Mittel gut. Es ist sinnvoll, sich in der Drogerie beraten zu lassen, damit man eine individuell angepasste Mischung erhält. Viel Ruhe und Schlaf oder ein entspannendes Bad sind ebenso wohltuend. Durch die Inhalation der Dämpfe in einem speziellen Erkältungsbad werden die Atemwege befreit, und die Wärme lindert Gliederschmerzen. Bei Fieber über 38 Grad ist ein Bad allerdings nicht ratsam, da der Kreislauf wegen der erhöhten Temperatur schon genug belastet ist.

Es ist zudem wichtig, dem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Trinken Sie Kräutertees, wie Brust- und Hustentee oder schweisstreibenden Erkältungstee, Medizinaltees oder Wasser.

Sich richtig schnäuzen

Am besten schnäuzen Sie in ein Papiertaschentuch, das Sie nach einmaligem Gebrauch entsorgen. Krankheitserreger überleben im feuchten Milieu des Stofftaschentuchs lange und geraten beim erneuten Schnäuzen wieder auf die Schleimhäute.

Ein häufiger Fehler beim Schnäuzen kann gar zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen. So schnäuzen viele Leute aus beiden Nasenlöchern gleichzeitig. Wer seine Nase auf diese Weise freizubekommen versucht, baut dabei einen so hohen Druck auf, dass der Naseninhalt mit grosser Sicherheit in die Nebenhöhlen oder durch die eustachische Röhre bis ins Mittelohr gepresst wird. Die Folge davon könnte eine Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung sein. Wenn beim Schnäuzen immer nur ein Nasenloch offen gehalten wird, kann sich kein hoher Druck in der Nasenhöhle aufbauen.

Einfache Hygienemassnahmen helfen ausserdem dabei, die Ansteckungsgefahr im Zaum zu halten. Dazu gehören das regelmässige und gründliche Händewaschen sowie das Niesen in ein Taschentuch oder im Notfall in die Armbeuge, falls kein Taschentuch zur Hand ist.

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Autorin: Christa Friedli Müller
Redaktion: Franziska Linder
Quelle
  • «Drogistenstern»