Zwiebel – stark gegen Schnupfen

Die Zwiebel ist viel mehr als nur ein simples Gemüse oder Gewürz – sie ist eine ausgesprochen vielseitige Heilpflanze.

Zwiebel schmeckt gut und ist gesund. Sie hilft gegen Appetitlosigkeit und beugt altersbedingten Gefässveränderungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall vor.

Fliessschnupfen ade!

Ausserdem ist Zwiebel wohltuend bei leichten Atemwegserkrankungen, vor allem bei Fliessschnupfen mit tränenden Augen. Stefan von Arx, eidgenössisch diplomierter Drogist: «Homöopathische Mittel mit Allium cepa helfen, Erkältungssymptome zu lindern.» Ganz nach dem Heilungsprinzip «Ähnliches heilt Ähnliches». Der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann (1755–1843), fand heraus, dass Kranke genesen können, wenn sie genau die Substanz bekommen, die bei Gesunden ähnliche Symptome wie die ihrer Krankheit hervorruft. Die Zwiebel, die viele Menschen beim Kleinschneiden zum Weinen und Schnäuzen bringt, bewirkt als homöopathisches Mittel genau das Gegenteil. «Allium cepa ist ein Akutmittel», sagt von Arx. Er verabreicht es manchmal auch bei Heuschnupfen mit Fliessschnupfen oder bei «Kitzelhusten»: «Das ist ein schmerzhafter Reizhusten, der aufgrund einer Erkältung entsteht. Meistens ist er von Heiserkeit und einem rauen Hals begleitet.»

Bei der Einnahme eines homöopathischen Mittels können sich die Symptome anfangs verschlimmern. Dann rät von Arx: «Stoppen Sie die Einnahme. Warten Sie, bis sich der Zustand etwas verbessert, bevor Sie mit der Behandlung weiterfahren.» Grundsätzlich ist die Erstverschlimmerung aber ein Zeichen dafür, dass das Mittel hilft.

Allium cepa hat auch in der Spagyrik einen festen Platz. Dies ebenfalls bei Erkrankungen der oberen Atemwege. «Je nach Symptomen kombinieren Drogistinnen und Drogisten verschiedene Essenzen. In der Spagyrik wird Allium cepa meistens nicht als Einzelmittel eingesetzt, wie das in der Homöopathie der Fall sein kann.»

Allium cepa als spagyrische Essenz eignet sich für Personen mit einem melancholischen Charakter. «Solche, die leichter in Tränen ausbrechen als andere.»

Schluchz …

Zwiebeln treiben selbst hartgesottenen Kerlen die Tränen in die Augen. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanze vor dem Gefressenwerden. Sobald jemand sie anschneidet, entweichen aus den Zellen Stoffe, aus denen sich ein Gas bildet, das in die Augen steigt und sie zum Tränen bringt.

Es gibt allerlei Tricks, die angeblich dagegen helfen sollen: Zum Beispiel eine Taucherbrille tragen, die Knolle mit einem besonders scharfen Messer schneiden oder einen feuchten Lappen neben das Schneidbrett legen. Probieren Sie aus, was für Sie am besten funktioniert.

Quelle: «Drogistenstern»
Autorin: Vanessa Naef
Redaktion: Bettina Epper