Hals- und Schluckbeschwerden

Wer bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden Linderung sucht, kann es mit Gurgeln, Inhalieren, einem Vollbad oder auch einem Wickel versuchen.

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden werden meist durch Viren ausgelöst und kündigen sich durch ein kratzendes, brennendes Gefühl im Hals und einen Räusperzwang an. Wenig später klingt die Stimme belegt, heiser oder rau. Schlucken und Sprechen fallen zunehmend schwerer. Zudem kann es zu einer Schwellung der Lymphknoten am Hals und im Gaumenbereich kommen. Die Schleimhautschwellung kann in seltenen Fällen so stark zunehmen, dass Atemnot oder Schluckstörungen auftreten. Sobald die Schleimhäute durch einen (viralen) Infekt angegriffen sind, sind sie auch empfänglich für sekundäre, bakterielle Infektionen (Superinfektion). Solche Infizierungen können zu schwereren Erkrankungen wie beispielsweise einer Angina mit Streptokokken-Befall führen.

Ursachen und Hintergründe

Übertragen wird die Viren-Erkrankung von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion beim Sprechen oder Niesen sowie durch Schmierinfektionen, das heisst durch das Anfassen von Türfallen, Busstangen, Einkaufswagen etc., auf denen Virenträger ihre «Spuren» hinterlassen haben.

Was man bei Halsschmerzen selbst tun kann

  • Wohltuend bei Halsweh ist ein wärmender Kartoffel- oder Zwiebelwickel. Wer einen kühlenden Wickel angenehmer findet, ist mit einem Zitronenwickel gut beraten. Halswickel sollten jeweils mindestens 20 Minuten getragen werden. In der Drogerie finden Sie auch fixfertige Pasten, die man als kühlenden oder wärmenden Halswickel einsetzen kann.

  • Ein Vollbad in 37 Grad warmem Wasser mit Kräuterzusätzen vermittelt dem Körper die nötige körperliche und seelische Entspannung, die er zur Regeneration benötigt.

  • Das Inhalieren von ätherischen Ölen, wie beispielsweise Eukalyptus, Thymian oder speziellen, in der Drogerie erhältlichen Lösungen, öffnet die Atemwege und befeuchtet den Hals- und Rachenraum.

  • Das Einreiben einer speziellen Bronchialsalbe fördert den Heilungsprozess zusätzlich.

  • Entzündungshemmend bei Halsweh wirken Lutschtabletten mit Isländisch Moos oder das Gurgeln mit Salbeitee oder Salzwasser, welches hilft, die Schleimhäute zu befeuchten.

  • Schüssler-Salz Nr. 8 (Natrium chloratum) befeuchtet die Schleimhäute bei Halsweh und wirkt gegen Heiserkeit. Die Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) hilft bei Halsentzündungen. Nr. 3 und Nr. 10 stärken das Immunsystem.

  • Salbei- und Ingwertee oder eine Teemischung aus Eibisch, Malve, Schachtelhalmkraut und Süssholzwurzel lindert das Kratzen und Brennen im Hals.

  • Antiviral wirkt ein spagyrischer Spray (oder eine Tinktur) auf der Basis der Pelargoniumwurzel.

  • Auch heisser Holunderblütensirup oder Milch mit Honig tun gut.

  • Für unterwegs sind entzündungshemmende Lutschtabletten eine gute Sache. Selbst ein Kaugummi oder Bonbons helfen im Notfall, da sie die Speichelproduktion anregen.

  • Ein Halstuch tragen. Bei Heiserkeit die Stimme schonen.

  • Klingen die Halsschmerzen innert einer Woche nicht ab und tritt Fieber auf, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugen

  • Trockene Schleimhäute sind anfällig auf Infektionen. Aus diesem Grund sollte darauf geachtet werden, dass die Schleimhäute feucht bleiben. Zum Beispiel hilft, in Schlaf- und Wohnräumen einen Luftbefeuchter zu installieren oder regelmässig mit ätherischen Ölen zu inhalieren.

  • Kälte, nasse Füsse meiden, da die Immunabwehr dadurch geschwächt wird und sich Mikroorganismen, allen voran Viren, im Körper einfacher ausbreiten und eine akute Entzündung der Schleimhäute in Nase und Rachen hervorrufen können.

  • Vitalstoffreiche Ernährung.

  • Gemässigtes Ausdauertraining sowie Spaziergänge an der frischen Luft ermöglichen den Schleimhäuten, ein natürliches Mass an Luftfeuchtigkeit ausserhalb von klimatisierten und trockenen Wohnräumen aufzunehmen.

  • Das Immunsystem kann auch durch Gaben von Vitamin C, Vitamin D und Zink gestärkt werden.

  • Genügend schlafen ist wichtig, da das Immunsystem erst im Schlaf so richtig in Schwung kommt.

  • Räume, in denen geraucht wird, meiden.

Guter Rat aus der Drogerie

Die Vielfalt an einsetzbaren Pflanzen und Arzneimitteln ist riesig. Erfahrungsgemäss wirken Pflanzenkombinationen besser als einzelne Heilpflanzen. Somit empfehlen wir entsprechende Tropfenmischungen bei trockenem Husten bzw. bei verschleimtem Husten. Der Vorteil von Tropfen liegt darin, dass sie – im Gegensatz zu Hustensirup – keinen Zucker enthalten. Kombiniert man die Tropfen mit einer Inhalation von ätherischen Ölen, hat man aufgrund der Wärme einen zusätzlich lösenden Effekt. Zudem wirken die Öle gegen Bakterien und Viren. Tagsüber kann man auch mit Erkältungssalben arbeiten, wenn einem das Inhalieren zu umständlich ist.

Autorinnen: Katharina Rederer und Julia Burgener
Redaktion: Katharina Rederer