Heuschnupfen

Desensibilisieren mit Pflanzenpower

Heuschnupfen-Betroffene sollten sich bereits im Winter auf die Pollenzeit vorbereiten. Desensibilisierung ist die sicherste Methode, um den Heuschnupfen auf Dauer in Schranken zu weisen.

Winter: Die perfekte Jahreszeit, um an die Heuschnupfensaison zu denken.

Winter: Die perfekte Jahreszeit, um an die Heuschnupfensaison zu denken.

Obschon Heuschnupfen ein weitverbreitetes Problem ist, holen sich die meisten Betroffenen erst nach Einsetzen akuter Beschwerden wie Niesen, Juckreiz, tränende Augen oder wässriger Schnupfen Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt ist vor allem «Schadensbegrenzung» angesagt. Wer jedoch schon in den Wintermonaten an die bevorstehende Pollensaison denkt, kann vorbeugend etwas gegen Heuschnupfen unternehmen.

Allergie kurieren

Beim Heuschnupfen handelt es sich um eine allergische Erkrankung, bei welcher der Organismus auf einen an sich harmlosen Stoff reagiert – in diesem Falle auf das Protein der Pollen. «Mit einer Desensibilisierung soll erreicht werden, dass der Körper wieder lernt, diesen Fremdstoff zu akzeptieren», erklärt Manfred Meier, Drogist HF in Küttigen (AG). Im Idealfall können Heuschnupfen-Symptome für lange Zeit gelindert werden, oder sie verschwinden gar für immer. Dabei behandelt die Desensibilisierung nicht nur die Symptome, sondern beseitigt deren Ursache, indem sie den Organismus dazu bringt, sich wieder schrittweise an die Allergene zu gewöhnen. Wie ist das möglich? Zunächst wird das Allergen in kleinsten Dosen verabreicht. Mit fortschreitender Behandlung werden die Dosen immer grösser. Schliesslich gewöhnt sich der Körper langsam an den Kontakt mit der fremden Substanz und wird fähig, diese zu ertragen, ohne allergisch darauf zu reagieren.

Zwei Monate vor der Blüte

Vor einer Desensibilisierung muss der optimale Zeitpunkt für die Therapie festgelegt werden. «Am besten man beginnt zwei Monate vor Start der Blütezeit, zu der die allergieauslösenden Blumen, Kräuter oder Gräser blühen», sagt Manfred Meier. Heuschnupfen-Betroffene mit einer Allergie gegen Erlenpollen beginnen also bereits Anfang November mit der Desensibilisierung. Hingegen starten Allergiker, die sensibel auf Kastanienpollen reagieren, erst Anfang April mit der Behandlung.

Homöopathie oder Spagyrik?

Homöopathische Arzneien und spagyrische Sprays, kombiniert mit Mineralsalzen, sind bewährte komplementärmedizinische Hilfsmittel der Desensibilisierung. Sie geben dem Organismus alle Information über den allergisierenden Pollen. Allerdings braucht eine solche Desensibilisierung Geduld. Die Behandlung muss im Schnitt während fünf aufeinanderfolgenden Jahren wiederholt werden, bis der Heuschnupfen für immer verschwindet. Der Körper reagiert von Jahr zu Jahr etwas weniger heftig auf die Pollen. Als Folge davon schwächen sich auch die Symptome immer mehr ab, erklärt Manfred Meier.

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