8, Behandlung und Ablauf

Als Erstes befragt der Osteopath seinen Patienten ausführlich zu dessen Krankengeschichte. Falls vorhanden werden vor Beginn der Therapie auch Blutuntersuchungen und Röntgenbilder ausgewertet. In einem weiteren Schritt analysiert die Fachperson zuerst die Haltung und die Art der Bewegung des Patienten. Es folgt eine gründliche Untersuchung der Wirbelsäule. Der Osteopath versucht dabei festzustellen, ob die geschilderten Beschwerden mit einer krankhaften Veränderung der Wirbelsäule in Verbindung gebracht werden können. Nebst der Untersuchung der Skelettmuskulatur werden allenfalls auch die Bauchorgane abgetastet. Für die eigentliche Behandlung werden unterschiedliche Techniken von sanfter Muskelmassage bis zu plötzlichem Druck auf Wirbel oder Gelenke eingesetzt. Sie alle haben dasselbe Ziel: Beweglichkeitseinschränkungen lösen, um die Funktionalität des betroffenen Organs oder Gewebes wieder herzustellen.

Die Therapiesitzungen dauern in der Regel zwischen dreissig und fünfzig Minuten. Je nach Krankheitsbild sind ein bis zehn Behandlungen nötig. Innerhalb dieses Zeitraumes sollte der Patient eine Verbesserung seines Befindens wahrnehmen.

9. Grenzen und Risiken

An Grenzen stösst der Osteopath dort, wo die Selbstheilungskräfte den Körper nicht mehr gesunden lassen. Osteopathie ist keine Notfallmedizin, die in lebensbedrohlichen Situationen rettend eingreifen kann. Schwere und akute Erkrankungen müssen zuerst schulmedizinisch behandelt werden. Dies gilt auch für Knochenbrüche, Verletzungen oder Wunden. Psychische Erkrankungen gehören nicht in die Hände eines Osteopathen.

Nach einer Behandlung können mehrere Nebenwirkungen eintreten, wie etwa Muskelkater oder Müdigkeit.

10. Zahlt die Krankenkasse?

Viele Krankenkassen leisten einen Beitrag an die Behandlungskosten im Rahmen ihrer Zusatzversicherungen, sofern Therapeuten anerkannt sind. Nähere Informationen erhalten Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.

Quelle: Schweizer Verband der Osteopathen
Autor und Redaktion: Didier Buchmann

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